Ficus sp. - Toxine
Giftpflanzen
Giftpilze
 

Zutreffende Spezies (Botanik)

Ficus benjamina L. - schwach giftig
Ficus binnendijkii - schwach giftig
Ficus carica L. - schwach giftig
Ficus cyathistipula Warb. - schwach giftig
Ficus deltoidea Jack - schwach giftig
Ficus elastica Roxb. - schwach giftig
Ficus lyrata Warb. - schwach giftig
Ficus pumila L. - schwach giftig
 

Toxizitätsgrad

Schwach giftig (+) (Erläuterungen)
 

Hauptwirkstoffe

Triterpene: in allen Ficus-Arten.
-Ficus benjamina: Serrat-3-on (Fc-2), Pentacontanyldecanoat (Fc-1), Friedelin und β-Sitosterol (Parveen et al., 2009).
-Ficus carica: Calotropenylacetat, Methylmaslinat, Lupeolacetat in den Blättern (Saeed & Sabir, 2002).
Proteasen: Ficin A, B, C, D1 und D2 (Azarkan et al., 2011), in allen Ficus-Arten.
Furanocumarine: nur Ficus carica: 5-Methoxypsoralen und 8-Methoxypsoralen (Methoxsalen) im Milchsaft (Bonamonte et al., 2010; Chung et al., 2011), 5-(1",1"-Dimethylallyl)-8-Methylpsoralen und 2"-O-Acetyloxypeucedaninhydrate-3"-Methylether in den Wurzeln (Jain et al., 2013).
 
 

 

Zielorgane

Haut; Schleimhaut des Magendarmtraktes und Bindehaut; zentrales Nervensystem
 

Wirkungsmechanismen

Die Triterpene und das Ficin haben eine irritative Wirkung. Die Furanocumarine sind in Kombination mit Sonnenlicht phototoxisch und kanzerogen, indem sie unter UV-Einwirkung eine kovalente Bindungen mit den Pyrimidinbasen der DNA eingehen und so die DNA-Doppelstränge irreversibel miteinander vernetzen (cross-linking).
-Die Schleimhäute werden durch die Triterpene lokal gereizt, was sich mit Vomitus und Diarrhoe äussert.
-Das Nervensystem wird zentral erregt und dann gelähmt.
 

Veterinärtoxikologie

Literatur

 
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