Veratrum album - Veterinärtoxikologie
Giftpflanzen
Giftpilze
 

Letale Dosis

LD Pferd p.o.:1 g/kg Körpergewicht frisches Pflanzenmaterial
LD Rind p.o.:1-3 g/kg Körpergewicht frisches Pflanzenmaterial
LD Kalb p.o.:0.5-1 g/kg Körpergewicht frisches Pflanzenmaterial
LD Hund p.o.:0.07-0.3 g/kg Körpergewicht frisches Pflanzenmaterial
LD Schwein p.o.:15 g/kg Körpergewicht frisches Pflanzenmaterial
(Lorgue et al., 1987).
 

Klinische Symptome

Apathie, Hypothermie, Schwitzen, Salivation, Vomitus, Kolik, Diarrhoe (z.T. blutig), Ataxie, Muskelkontraktionen, zentrale Krämpfe, Muskelschwäche bis Lähmung, Hypotonie, Bradykardie, Arrythmie, Dyspnoe, Tachypnoe, Bradypnoe, Tod durch Kreislaufversagen nach 3-12 Stunden (Lorgue et al., 1987; Humphreys, 1988; Liebenow & Liebenow, 1993; Gfeller & Messonnier, 2004).
Cyclopamin, Jervin und Veratrosin des Veratrum californicum haben einen teratogenen Effekt bei Schafen, Ziegen und Rindern, je nachdem in welcher Graviditätsphase die Pflanze aufgenommen wurde: Hinterhandsparalyse, Gaumenspalte, Hasenscharte, Hypoplasie des Oberkiefers, Hyperflexibilität der Sprunkgelenke, Verwachsung der Zehen, Verkürzung der langen Röhrenknochen oder der Mittelhand- bzw. -fussknochen, Hautverhornung über dem Kronrand der Hufe, verminderte Anzahl von Steissbeinwirbeln (Humphreys, 1988).
 

Therapie

Dekontamination / Symptomatische Therapie (siehe Notfalltherapie)
 
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