Pteridium aquilinum - Toxine
Giftpflanzen
Giftpilze
 

Zutreffende Spezies (Botanik)

Pteridium aquilinum (L.) Kuhn - sehr stark giftig
 

Toxizitätsgrad

Sehr stark giftig +++ (Erläuterungen)
 

Hauptwirkstoffe

-Enzym: Thiaminase, va. im Wurzelstock und in den jungen, noch aufgerollten Blättern.
-Enzym Co-Substrate: Kaffeesäure, Astralagin und Isoquercetin.
-Norsesquiterpenglycosid: Ptaquilosid, das unter sauren Bedingungen Pterosin B produziert, nur in den oberirdischen Pflanzenteilen, der höchste Gehalt ist im Frühjahr.
-Cyanogene Glykoside: u.a. Prunasin (10.4-61.3 mg/g Frischpflanze).
Pflanze auch getrocknet giftig.
 

 

Zielorgane

Magendarmtrakt; Blase; Retina; peripheres und zentrales Nervensystem; Knochenmark
 

Wirkungsmechanismen

-Die Thiaminase führt bei Monogastriern zu einem Thiamin-Mangel.
-Ptaquilosid wirkt durch kovalente Bindung an Nukleotide karzinogen. Studien deuten darauf hin, dass die karzinogenen Effekte des Ptaquilosid in Verbindung mit Papillomaviren zu Tumoren im Gastrointestinaltrakt sowie in der Harnblase führen können.
-Ptaquilosid wird in aktiver Form und signifikanter Menge (bis zu 8.6%) in der Milch ausgeschieden.
-Wiederkäuer, Kaninchen: nach längerer Aufnahme von grünem oder getrocknetem Adlerfarn kommt es zu schwerer Schädigung des blutbildenden Knochenmarks, erhöhter Fragilität der Kapillaren sowie zu Blutgerinnungsstörungen.
(Bonadies et al., 2011; Masuda et al., 2011; Teuscher + Lindequist, 2010; Vetter, 2009; Wiesner, 1967)
 

Veterinärtoxikologie

Literatur

 
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