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Zutreffende Spezies (Botanik)

Convallaria majalis L. - stark giftig
 

Toxizitätsgrad

Stark giftig ++ (Erläuterungen)
Vögel: sehr stark giftig +++
 

Hauptwirkstoffe

Convallatoxin, Convallosid, Convallamarin (Herzglykoside); Convallarin, Convallarinsäure (Saponine); Azetidin-Carbonsäure (toxische Aminosäure). Trocknen inaktiviert die Toxine nicht.
 

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Wirkungsmechanismen

Die Herzglykoside wirken Digitalis-ähnlich, können oral jedoch nur schlecht resorbiert werden. Die Saponine sind lokal stark reizend und abführend.
 
Veterinärtoxikologie

Letale Dosis

Ratte (i.v.): 38 mg/kg Convallatoxin.
Maus (s.c.) 70 mg/kg Convallarin.
LD50 Katze (i.v.): 0.07-0.08 mg/kg Convallatoxin.
 

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Klinische Symptome

Somnolenz, Vomitus, Diarrhoe, Herzrhythmusstörungen, va. Bradykardie, Dyspnoe, Krämpfe, Tod durch Herzstillstand. Vergiftungsfälle bei Schwein, Kaninchen, Geflügel, Hund und Katze.
 

Therapie

Bei Auftreten von Symptomen sind die Glykoside wohl bereits vollständig resorbiert.
Dekontamination / Symptomatische Therapie (siehe Notfalltherapie).
Atropinsulfat bei Bradykardie, Lidocain bei ventrikulären Tachyarrhythmien, Kammerflimmern.
 
Literatur
-Kühnert M. (Hrsg.) (1991) Veterinärmedizinische Toxikologie. G. Fischer Verlag, Jena
-Liebenow H. & Liebenow K. (1993) Giftpflanzen - Vademekum für Tierärzte, Landwirte und Tierhalter. G. Fischer Verlag, Jena
-Moxley R.A., Schneider N.R., Steinegger D.H. & Carlson M.P. (1989) Apparent toxicosis associated with lily-of-the-valley (Convallaria majalis) ingestion in a dog. J Am Vet Med Assoc. 195(4), 485-487
-PubChem (2016) pubchem.ncbi.nlm.nih.gov
-Roth L., Daunderer M. & Kormann K. (1994) Giftpflanzen - Pflanzengifte. 4. Auflage. Nikol Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg, pp. 261-263
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