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Muscidae (Echte Fliegen)

Empfohlene Antiparasitika

1. Wahl

    • Anwendung / Dosierung: 0,75 mg/kg KGW, Pour-on, einmalig

 

2. Wahl

    • Anwendung / Dosierung:
      • 1 - 2 mg/kg KGW, als Wasch- oder Aufguss-Formulierung, einmalig
      • 0,1%ige Sprühlösung (1000 mg/l), 200 ml/Tier, Wiederholung alle 2 Wochen
    • Anwendung / Dosierung: 2 mg/kg KGW, Pour-on, einmalig, Wirkdauer 4 Wochen
    • Anwendung / Dosierung: Ganzkörperbehandlung mit 0,05%iger Bade-, Wasch- oder Sprühlösung (500 mg/l), einmalig
    • Anwendung / Dosierung: 0,2 - 0,5 mg/kg KGW, Pour-on (10 mg/ml), nach Bedarf, Wirkdauer 4 - 6 Wochen
    • Anwendung / Dosierung:
      • 12,5 mg/kg KGW, Pour-on (25 mg/ml), einmalig, Wirkdauer 8 - 9 Wochen
      • Ohrmarke mit 8,5% Wirkstoff, einmalig, Wirkdauer 4 - 5 Monate
    • Anwendung / Dosierung: 0,05%ige Lösung (500 mg/l) als Tauchbad-, Sprüh- oder Waschlösung, einmalig


Bitte beachten Sie die jeweiligen Hinweise zu den besonderen Vorsichtsmassnahmen für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder bei der Anwendung entstehender Abfälle in der Arzneimittelinformation des verwendeten Präparates.

 
Parasitenmanagement
  • Zur Bekämpfung von Stall- und Hausfliegen ist ein integriertes Konzept anzustreben:
    • Physikalische Verfahren
      • Hygiene im Stall und auf der Weide: saubere, trockene Stallungen, regelmässiges Misten, Tiefstreu gut verdichten,
      • Verhinderung des Eindringens von Fliegen in Stallungen durch Fliegengitter und allgemeine Unterbindung des Zu- und Abfluges von Fliegen.
      • Gülle regelmässig umrühren, damit die Schwimmschicht mit den Fliegenlarven drin zerstört wird.
      • Anbringen von Leim-Fliegenfängern (mit oder ohne Insektizid) oder Elektrofallen in den Stallungen.
    • Biologische Bekämpfung
      • Larven der Güllefliege (Ophyra aenescens) in Spaltenböden und Güllegrube einbringen. Sie entwickeln sich wie Stallfliegen auch in der Gülleschwimmschicht und ihre Larven fressen Stallfliegenlarven, wodurch die Stallfliegenpopulation nachhaltig reduziert wird.
      • Ansiedlung von Schlupfwespen.
      • Schaffung von günstigen Nistplätzen für Schwalben, da diese viele Fliegen fressen und die Fliegenpopulation reduzieren können, und Stallfenster und -türen offen lassen.
    • Chemische Massnahmen
      • Bekämpfung von Fliegenlarven
        • Durch das Ausbringen von Insektenentwicklungshemmern wie Cyromazin, Diflubenzuron (syn. Dimilin) oder  Hexaflumuron wird die Chitinsynthese und der Häutungsvorgang der Larven gestört und somit die Entwicklung von Fliegenlarven unterbrochen.
        • Ausbringen von Insektiziden wie Organophosphaten oder Toxinen von Bacillus thuringiensis als Larvizide.
      • Bekämpfung von adulten Fliegen
        • Einsatz von Insektiziden wie Pyrethrine, Pyrethroide, Organophosphate, Carbamate etc. als beispielsweise Sprühlösungen. Auch können Fliegenfallen mit Kontakt-Insektiziden in den Stallungen aufgehängt werden. Dies ermöglicht eine selektive Fliegenbekämpfung.
        • Cave: Beim Einsatz jeglicher Insektizide und Larvizide sollte immer die Wirkung der verschiedenen Stoffe auf die Umwelt, die Art der Anwendung, vorgeschriebene Wartezeiten und vieles mehr beachtet werden.
        • Um schon die 1. Fliegengeneration zu erfassen, sollte im Frühjahr mit den Bekämpfungsmassnahmen begonnen werden.
 
Resistenz-Situation
  • Weltweit sind Fliegenpopulationen von Musca domestica und Stomoxys calcitrans zu finden, welche gegen Organophosphate, Pyrethroide und weitere Insektizide und Repellenzien Resistenzen zeigen.
 
© {{ new Date().getFullYear() }} - Institut für Veterinärpharmakologie und ‑toxikologie

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