Chorioptes bovis
Wichtige Grundlagen
- Bei Schafen kommt vor allem die Form der Fussräude durch Chorioptes spp. vor.
- Aufgrund der Lokalisation der Chorioptes spp. ist die lokale Waschbehandlung mit Phoxim den Injektionsbehandlungen vorzuziehen.
Empfohlene Antiparasitika
1. Wahl
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- Anwendung / Dosierung: 0,05 - 0,1%ige wässrige Lösung (500 - 1000 mg/l) als lokale Waschbehandlung, ein- oder mehrmalige Wiederholung der Behandlung nach 7 - 10 Tagen
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- Anwendung / Dosierung: 0,2 mg/kg KGW, s.c., eventuell 2. Injektion im Abstand von 7 - 10 Tagen
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- Anwendung / Dosierung: 0,2 mg/kg KGW, i.m. oder s.c., 2 - 3 Injektionen jeweils im Abstand von 7 Tagen, nur in erhöhter Dosis oder bei mehrmaliger Applikation wirksam
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- Anwendung / Dosierung: 0,5 mg/kg KGW, Pour-on, einmalig
2. Wahl
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- Anwendung / Dosierung: 0,2 mg/kg KGW, s.c., eventuell 2. Injektion im Abstand von 8 - 10 Tagen
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- Anwendung / Dosierung: 0,05%ige Lösung (500 mg/l) als Tauchbad-, Sprüh- oder Waschlösung, einmalig
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- Anwendung / Dosierung: 0,0125%ige Lösung (125 mg/l) zur Badebehandlung, einmalig
Bitte beachten Sie die jeweiligen Hinweise zu den besonderen Vorsichtsmassnahmen für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder bei der Anwendung entstehender Abfälle in der Arzneimittelinformation des verwendeten Präparates.
Weitere Massnahmen
- Bevor topische Behandlungen durchgeführt werden, sollte die Haut gründlich gewaschen und Krusten entfernt werden.
- Stallungen und Fahrzeuge sowie Stallgeräte, in welchen sich Tiere mit Räudebefall aufgehalten haben, beziehungsweise mit welchen solche Tiere in Kontakt waren, müssen gründlich mit einem Dampfstrahlreiniger gereinigt werden. Anschliessend sollte eine Desinfektion mit einem Akarizid wie Phoxim folgen.
- Prophylaxe
- Vor allem die Einschleppung von Milben in räudefreie Bestände sollte verhindert werden. Daher sollten neu zugekaufte Tiere vor der Integration in die Herde in Quarantäne gehalten, untersucht und, wenn nötig, behandelt werden.
- Auch sollte der Tiertransport und der Personenverkehr überwacht und beispielsweise bei der Alpung die Durchmischung von räudefreien- mit räudepositiven Herden verhindert werden.