ARCHIV: Urofur ad us. vet.[V], Tropfen
Tierarzneimittel
Kompendium
der Schweiz
 

Chassot AG

HINWEIS: Dies ist ein Eintrag aus dem Archiv; dieses Tierarzneimittel ist in der Schweiz nicht mehr zugelassen!

Orales Harnweg-Chemotherapeutikum mit Spasmoanalgetikum für Kleintiere

ATCvet: QG04

 

Zusammensetzung

Nitrofurantoinum 50 mg, Metamizolum natricum 100 mg, Pyridoxini hydrochloridum 5 mg, Aromatica, Corrigentia, Antiox.: E 320, Excipiens ad suspensionem pro 1 ml
 

Fachinformationen Wirkstoffe (CliniPharm)

Metamizol - Nitrofurantoin - Vitamin B6
 

Zielspezies

Hund, Katze
 

Eigenschaften / Wirkungen

Das antibakteriell wirksame, spezifisch Harnweg-aktive Chemotherapeutikum Nitrofurantoin, das als Enzymgift den Bakterienstoffwechsel hemmt, wird im Intestinum ungewöhnlich rasch resorbiert und erzielt in den Harnwegen durch glomeruläre Filtration und tubuläre Sekretion eine hohe Wirkstoffkonzentration: 30-50% der oralen Dosis werden unverändert antibakteriell wirksam im Harn ausgeschieden. Beim Hund erfolgt zudem eine tubuläre Rückdiffusion in das Nierengewebe.
Noramidopyrinmethansulfonat-Natrium unterstützt als Spasmonalgetikum die Heilung, da es durch Spasmolyse den Abgang krankheitsauslösender Harnkonkremente fördert und gleichzeitig den Entzündungsschmerz ausschaltet. Neben seiner beruhigenden, zentralanalgetischen Wirkung übt es einen regulierenden Effekt auf die vegetativen Zentren aus. So wird dem Erbrechen aufgrund einer begleitenden Gastritis wirkungsvoll begegnet. Der antiemetische Effekt der Urofur Tropfen wird durch Pyridoxin (Vitamin B6) unterstützt.
 

Indikationen

Harnweginfektionen mit grammpositiven und -nega­tiven Keimen (E coli, Aerobacter aerog., Proteus vulg., Stepto- u. Staphylococcus pyog., B. paracoli, Leptospira, Shigella, Salmonella): Pyelonephritis, Pyelitis, Cystopyelitis, Cystitis, Urethritis, akute und chronisch-rezidivierende Erkrankungen, besonders auch nach Antibiotika- und Sulfonamid-Resistenz.
 

Dosierung / Anwendung

Hund, Katze

3 × täglich 3 Tropfen pro kg Körpergewicht (35 Tropfen = 1 ml) eingeben; in schweren Fällen alle 6 Stunden 3 Tropfen/kg Körpergewicht.
 
Therapie 7-9 Tage durchführen, erst 3 Tage nach bakteriologisch negativem Harnbefund absetzen. Bei Erbrechen Tagesdosis auf häufigere Teilapplikationen aufteilen und erhöhen.
Bei starkem Speicheln (Katze) oder Erbrechen nach der Eingabe besser Urofur Filmtabletten verwenden.
Für Grosstiere siehe Urofur Oraletten.
 

Sonstige Hinweise

Bei eingeschränkter Nierenfunktion führt erhebliche Verminderung der Harnausscheidung zur Kumulation von Urofur. Die Dosierung ist entsprechend zu senken oder das Präparat abzusetzen.
 
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
 

Packungen

Tropfflasche zu 10 ml

Zulassung erloschen am: 06.08.1980

Abgabekategorie: B

 

Hersteller

Chassot AG, Belp-Bern

Swissmedic Nr. 39'424

Informationsstand: 10/1995

Dieser Text ist behördlich genehmigt.

 
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