Juglans sp. - Toxine
Giftpflanzen
Giftpilze
 

Zutreffende Spezies (Botanik)

Juglans nigra L. - schwach giftig
Juglans regia L. - schwach giftig
 

Toxizitätsgrad

Schwach giftig (+) (Erläuterungen)
Giftig + bis stark giftig ++ (bei Pilzbefall)
 

Hauptwirkstoffe

-Tremorgenes Mykotoxin: Penitrem A; Roquefortin C als Biomarker für Penitrem A.
-Gerbstoffe: Ellagitannine, in den Fiederblätter und Fruchtschalen.
 

Zielorgane

Schleimhaut des Magendarmtraktes; peripheres und zentrales Nervensystem
 

Wirkungsmechanismen

-Lokale Irritation der Schleimhaut durch Gerbstoffe.
-Penitrem A steigert die Ausschüttung der exzitatorischen Neurotransmitter Glutamat und Aspartat von den cerebrocorticalen und spinal-medullären Synaptosomen und reduziert die Freisetzung inhibitorischer Neurotransmitter γ-Aminobuttersäure (GABA) und Glycin, was zu Tremor und zentralen Krämpfen führt. Infolge der Aktivierung der Glutamatrezeptoren (NMDA-Rezeptoren) gibt es auch einen hohen Ca++-Einstrom in die Nervenzellen (Chapman, 2018; Tiwary et al., 2009).
-Roquefortin C ist zentral dämpfend (Tiwary et al., 2009).
-Wässriges Walnussextrakt aus Kernholz erhöht die Expression der Cyclooxygenase (COX)-2 mRNA in der digitalen Lamina bei Pferden. Weder das Toxin noch der Wirkmechanismus sind bekannt (Galey, 2004; Minnick et al., 1987; Waguespack et al., 2004).
 

Veterinärtoxikologie

Literatur

 
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