Quercus sp. - Toxine
Giftpflanzen
Giftpilze
 

Zutreffende Spezies (Botanik)

Quercus cerris L. - giftig
Quercus ilex L. - giftig
Quercus palustris Münchh. - giftig
Quercus petraea (Matt.) Liebl. - giftig
Quercus pubescens Willd. - giftig
Quercus robur L. - giftig
Quercus rubra L. - giftig
 

Toxizitätsgrad

Giftig + (Erläuterungen)
 

Hauptwirkstoffe

Gerbstoffe
-Catechine: in allen Pflanzenteilen; in der Rinde: v.a. präformierte oligomere Gerbstoffe; in den lebenden Organen: u.a. Catechine, Catechingallate, Catechinglykosid, dimere Proanthocyanidine und Ellagitannine, z.B. Vescalagin.
-Der Gehalt an gerbenden Substanzen beträgt in der Rinde 5-20% des Trockengewichts, in den Blättern bis 15% des Trockengewichts und in den Keimblättern (Hauptmasse der Früchte) 4-9% des Trockengewichts.
-Toxisch sind die Gerbstoffe und deren Abbauprodukte, z.B. Pyrogallol.
(Teuscher & Lindequist, 2010)
 

 

Zielorgane

Schleimhaut des Magendarmtraktes und Bindehaut; Nieren; Leber; Erythrozyten; Metabolismus
 

Wirkungsmechanismen

Nach der Aufnahme binden Gerbstoffe an Nahrungsproteine, Verdauungsenzyme sowie an Proteine der Darmschleimhaut und beeinträchtigen damit die Resorption bzw. Verdauung der Nährstoffe. Ausserdem komplexieren sie Eisen und verhindern dessen Aufnahme aus dem Darm, was zu Eisenmangel führen kann. Gerbstoffe scheinen aber - im Gegensatz zu ihren Derivaten - nicht resorbiert zu werden. Pyrogallol wirkt hämolysierend, ausserdem werden Niere und Leber geschädigt.
-Schleimhaut: lokale Irritation; Gastroenteritis, Darm: ulzerative Läsionen im oberen und unteren Gastrointestinaltrakt; Vomitus, Abdominalschmerzen, Obstipation oder Diarrhöe, später: blutige, stinkende Diarrhö, kolikartige Abdominalschmerzen.
-Blut: Hämolyse; Anämie, Hämaturie.
-Nieren: Nekrosen der proximalen renalen Tubulusepithelzellen; Polydipsie, Polyurie, Hämaturie.
-Leber: Schädigung des Leperparenchyms; Ikterus.
(Liebenow & Liebenow, 1993; Teuscher & Lindequist, 2010)
 

Veterinärtoxikologie

Literatur

 
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