Letale Dosis / Toxische Dosis

LD Maus i.p.:0.2 µg α-Amanitin/g Körpergewicht
LD Hund p.o.:250 mg Pilzpulver/kg Körpergewicht
LD50 Ratte:2.0 mg α-Amanitin/g Körpergewicht (Teuscher & Lindequist, 1994).
LD50 Meerschweinchen: 0.1 mg α-Amanitin/g Körpergewicht (Teuscher & Lindequist, 1994).
Schweine und Kaninchen sollen A. phalloides ohne Schädigung fressen können (Teuscher & Lindequist, 1994).
 

Klinische Symptome

Latenzzeit 8-12 Stunden (4-48 Stunden), dann plötzlich einsetzende, massive gastrointestinale Beschwerden mit Nausea und Vomitus, kolikartigen Bauchschmerzen, wässrige Diarrhoe sowie starker Exsikkose. Nach ausreichender Therapie folgt ein 12-24stündiges symptomfreies Intervall. 2-4 Tage nach Pilzingestion beginnt die hepatorenale Phase mit Anstieg der Leberenzyme (Alanin-Aminotransferase, Aspartat-Aminotransferase), Hyperbilirubinämie bzw. Ikterus, Abfall der Gerinnungsfaktoren, Blutungen, Hepatoencephalopathie, hepatisches Koma, Urämie und Nierenversagen.
Huhn:Anämie, Lympho-, Mono-, Anisozytose, Polychromasie, Herabsetzung bis Aufhebung der Blutgerinnung.
 

Therapie

Dekontamination (siehe Notfalltherapie): provozierte Emesis innerhalb 2 Stunden nach Ingestion, repetitive Kohlegabe (z.B. Carbovit ®); zur Verhinderung der Aufnahme in die Leberzellen: Cyclosporin A, Rifampicin oder Silibinin; bei Anstieg der Transaminasen kann zusätzlich N-Acetylcystein gegeben werden.
 

Sektionsbefunde

 
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