| ● | Amanita muscaria (L.) Lam. - stark giftig |
| - | Isoxazolderivate: Ibotensäure und Muscimol: Die hauptsächlich vorkommende Ibotensäure ist instabil und wird beim Kochen oder Trocknen zum 5-6x stärker psychoaktiv wirksamen Muscimol decarboxyliert. 1 g Trockenpilz enthält ca. 1-5 mg Ibotensäure und 3-10 mg Muscimol (Geschwinde, 2007). |
| - | Muscarin: nur in geringen Mengen vorhanden, thermostabil. |
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| - | Ibotensäure greift als Antagonist am glutaminergen Rezeptor an. Muscimol, das eine sehr ähnliche Struktur wie der Neurotransmitter GABA hat, wirkt als GABA-Agonisten mit den typischen oder mit exzitatorischen GABA-Manifestationen. Die typischen ZNS-Symptome sind Apathie, Somnolenz, Halluzinationen. Die exzitatorischen Symptome sind Myklonien und Konvulsionen. |
| - | Muscarin hat eine ähnliche Struktur wie Acetylcholin. Es ist ein Agonist an muscarinischer Acetylcholin-Rezeptoren im peripheren Nervensystem. Die Stimulation postganglionärer Neuronen führt zu parasympathomimetischen Wirkungen. Im Gegensatz zu Acetylcholin wird es nicht durch Acetylcholinesterase abgebaut, was zu einer unregulierten Stimulation der Rezeptoren führt. Die cholinergen Symptome sind Bradykardie, Miosis beim Hund, Mydriasis bei der Katze, Salivation, Sudoration, Lakrimation, Vomitus, Diarrhoe, Bronchospasmus, Bronchorrhoe, Harndrang, Darmspasmen, starke Abdominalschmerzen und Darmatonie. |
| LD50Maus p.o.: | 17 mg Muscimol/kg Körpergewicht, 38 mg Ibotensäure/kg Körpergewicht (Sauer & Weilenmann, 2001). |
| LD50 Ratte p.o.: | 45 mg Muscimol/kg Körpergewicht (Teuscher & Lindequist, 1994; Sauer & Weilenmann, 2001); 129 mg Ibotensäure/kg Körpergewicht (Sauer & Weilenmann, 2001). |
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| - | "Bad Bug Book" of U.S. Food & Drug Administration (siehe Toxikologie-Datenbanken) |
| - | Bates N., Edwards N., Dentinger B.T.M. & Ainsworth A.M. (2014) Fungal ingestion in companion animals. Veterinary Record 175(7), 179-180 |
| - | Gfeller R.W. & Messonnier S.P. (2004) Small animal toxicology and poisonings. Mosby, Inc., pp. 233-235 |
| - | Flammer R. & Horak E. (2003) Pilzvergiftungen. Schwabe, Basel, p. 120 |
| - | Geschwinde Th. (2007) Rauschdrogen Marktformen und Wirkungsweisen. 6. Auflage. Springer, Berlin Heidelberg, p. 129 |
| - | PubChem (2016) pubchem.ncbi.nlm.nih.gov |
| - | Puschner B. & Wegenast C. (2018) Mushroom poisoning cases in dogs and cats. Vet Clin North Am Small Anim Pract. 48(6), 1053-1067 |
| - | Sauer O. & Weilemann S. (2001) Drogen. Eigenschaften, Wirkungen, Intoxikationen. Schlütersche GmbH & Co.KG, Hannover, p. 67 |
| - | Spoerke D. (2006) Mushrooms. In: Small Animal Toxicology. 2nd edition. Peterson M.E., Talcott P.A., W.B. Saunders Company, Philadelphia, pp. 873-875 |
| - | Tegzes J.H. & Puschner B. (2002) Toxic mushrooms. Vet Clin North Am Small Anim Pract. Elsevier Science (USA), 32, pp. 397-407 |
| - | Teuscher E. & Lindequist U. (2010) Biogene Gifte. 3. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart, pp. 388-390 |
| - | Wink M., van Wyk B.E. & Wink C. (2008) Handbuch der giftigen und psychoaktiven Pflanzen. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart, p. 47 |
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