Wirkungsmechanismus
Minocyclin verfügt über einen vergleichbaren Wirkungsmechanismus wie
Tetracyclin.
Knorpel und Knochen
Im Gegensatz zu Tetracyclin hemmen Minocyclin und
Doxycyclin in hohen Konzentrationen die Proteoglykanvermehrung. In Epiphysenfugen kann es sich in Form von Chelaten ablagern und das Wachstum beeinträchtigen. Diese Komplexe haben keine antimikrobielle Aktivität mehr. Im Zahnschmelz führt Minocyclin durch Einlagerungen zu Gelbfärbungen (
Hayashi 1998a;
Steinmeyer 1998a;
McEvoy 1992a;
Rosin 1998a).
Resistenzen
Die Resistenzmechanismen sind ähnlich wie bei
Tetracyclin.
Streptokokken von Rindern, Schweinen und Geflügel sind resistent gegenüber Minocyclin und Tetracyclin (
Soedarmanto 1995a;
Sachde 1997a).
Bei Kaninchen sind Minocyclin und Doxycyclin gegen Encephalitozoon cuniculi unwirksam. Die notwendige Konzentration wäre toxisch Fibroblasten (
Beauvais 1994a).