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Dosierung - allgemein

Tetracyclinhydrochlorid zur i.m.-Injektion beinhaltet Magnesiumchlorid, Procainhydrochlorid und Ascorbinsäure. Nach i.m.-Applikation wird Tetracyclin schlecht absorbiert und erreicht niedrigere Plasmaspiegel als nach oraler Verabreichung.
 
Eine orale Gabe von Tetracyclinen sollte stets auf leeren Magen erfolgen, da Nahrungsmittel mit hohem Kationengehalt schwerlösliche Chelate mit dem Wirkstoff bilden können, die nur schlecht resorbiert werden. Anwesenheit von Nahrung kann die Absorption um bis zu 50% reduzieren (Plumb 1999a).
 
Bei Langzeittherapie sollten regelmäßig die Leber-, Nieren- und Blutwerte überprüft werden (McEvoy 1992a).
 
Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen sollte Doxycyclin verwendet werden (McEvoy 1992a).
 

Intravenöse Injektion

Aufgrund der kardiodepressiven Wirkung sollte nur langsam und wenn möglich eine verdünnte Lösung i.v. appliziert werden (Riviere 1995c). Mischspritzen sollten vermieden werden (Kroker 1999b).
 

Kalb / Schwein

Tetracyclinhydrochlorid wird bei Kälbern und Schweinen oral verwendet.
Trotz Dosen von 400 bzw. 800 mg Tetracyclin/l (in Latwerge) werden keine ausreichenden therapeutischen Serumkonzentrationen erreicht. Der therapeutische Nutzen von Tetracyclin über Futter oder Wasser ist also wegen der geringen Bioverfügbarkeit fraglich (Luthman 1989a).
 

Nager

Bei Nagern kann Tetracyclin zu Enteritis und einer antibiotikainduzierten Clostridien-Enterotoxämie führen; Chinchilla, Meerschweinchen und Hamster sind besonders empfindlich (Ness 2001a).
 

Kaninchen

Allgemein besteht nach der Gabe von einigen antimikrobiellen Medikamenten die Gefahr von Antibiotika-assoziierten Enterotoxämien (siehe Toxizität). Appetit und Kotabsatz sollten während und nach der Therapie genau überwacht werden (Hernandez-Divers 2001a).
 
Die Verabreichung von Tetracyclin über das Trinkwasser führt beim Kaninchen zu keiner therapeutischen Serumkonzentration. Dies ist durch eine geringe Bioverfügbarkeit, aber auch durch eine Reduktion der Wasseraufnahme zu erklären (Percy 1988a).

Dosierung - speziell

© {{ new Date().getFullYear() }} - Institut für Veterinärpharmakologie und ‑toxikologie

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