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Eigenschaften

Estriol ist ein natürlich vorkommendes, kurz wirksames Östrogen und bindet an Östrogenrezeptoren (Kroker 2003f; EMEA 2004h). Östrogene sind Steroidhormone und werden im Ovar, der Plazenta und zu geringen Mengen auch in den Nebennieren und im Hoden gebildet. Sie können auch durch Aromatisierung von Androgenen im Fettgwebe entstehen. Zusammen mit den Gestagenen regulieren Östrogene nahezu alle Vorgänge der Reproduktion im weiblichen Organismus. Neben sexualspezifischen Wirkungen haben sie aber auch einige sexualunspezifische Wirkungen (Neumann 1998a).
 
Zu den Oestrogenen im klassischen Sinn gehören die körpereigenen Oestrogene (Oestradiol, Oestron, Oestriol), die auch synthetisch hergestellt werden können. Weiter zählt man die synthetisch hergestellten, physiologischerweise nicht im Körper vorkommenden Oestrogene mit stark abweichender chemischer Struktur (z.B. Diethylstilboestrol) dazu, sowie die nicht therapeutisch zum Einsatz kommenden Phytoestrogene (Grunert 1995a).
 

Wirkungsort und -mechanismus

Siehe diesbezüglich auch unter Pharmakologie Oestradiol.
 

Estriol

Östrogene entfalten ihre pharmakologischen Wirkungen durch die Interaktion mit spezifischen Östrogenrezeptoren im Zielgewebe. Trotz gleicher zellulärer Mechanismen und Rezeptoraffinität, bindet Estriol für wesentlich kürzere Zeit als Oestradiol. Ursachen dafür sind eine schnelle Abtrennungsrate des Estriols vom Rezeptor und eine schnelle Elimination von Estriol aus dem Körper. Estriol ist somit ein kurz wirkendes, jedoch kein schwaches Östrogen. Das könnte auch das Fehlen uterotropher Effekte erklären.
 
Die pharmakologische Grundlage für die Wirksamkeit von Östrogenen bei der Behandlung der Inkontinenz sind die Östrogenrezeptoren im weiblichen unteren Urogenitaltrakt. Estriol verbessert den urethralen Verschluss und die Speicherfähigkeit der Blase durch eine Vergrösserung des funktionellen Urethrabereichs und eine Erhöhung des Druckschwellenwertes der Blase (EMEA 2004h).
© {{ new Date().getFullYear() }} - Institut für Veterinärpharmakologie und ‑toxikologie

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