Wirkungsort und -mechanismus
Siehe diesbezüglich auch unter
Pharmakologie Oestradiol.
Estriol
Östrogene entfalten ihre pharmakologischen Wirkungen durch die Interaktion mit spezifischen Östrogenrezeptoren im Zielgewebe. Trotz gleicher zellulärer Mechanismen und Rezeptoraffinität, bindet Estriol für wesentlich kürzere Zeit als Oestradiol. Ursachen dafür sind eine schnelle Abtrennungsrate des Estriols vom Rezeptor und eine schnelle Elimination von Estriol aus dem Körper. Estriol ist somit ein kurz wirkendes, jedoch kein schwaches Östrogen. Das könnte auch das Fehlen uterotropher Effekte erklären.
Die pharmakologische Grundlage für die Wirksamkeit von Östrogenen bei der Behandlung der Inkontinenz sind die Östrogenrezeptoren im weiblichen unteren Urogenitaltrakt. Estriol verbessert den urethralen Verschluss und die Speicherfähigkeit der Blase durch eine Vergrösserung des funktionellen Urethrabereichs und eine Erhöhung des Druckschwellenwertes der Blase (
EMEA 2004h).