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Clostridiosen: Tetanus

Wichtige Hinweise

Bedeutung

  • weltweit vorkommend
  • alle Säugetierarten sind empfänglich; Pferde, Schafe und Ziegen sind empfänglicher als Rinder
  • sporadische Erkrankung nach Wundinfektion (Nabel, Verletzungen)


Veterinäradministrative Massnahmen

  • Schlachttierkörper genussuntauglich
 
Krankheitsbild / Symptomatik / Risikofaktoren

Erreger

Clostridium tetani

  • allgemeine Eigenschaften s. "Clostridiosen: Übersicht"
  • Sporenbildung endständig (sog. Tennisschlägerform)
  • ubiquitär im Boden vorkommend
  • Exotoxine: Tetanospasmin, Tetanolysin, nicht spasmogenes Toxin, Tetanus-Neurotoxin
  • Toxin gelangt nach Wundinfektion neuro-/hämatogen in Rückenmark und Hirnstamm; Freisetzung inhibitorischer Neurotransmitter wird verhindert
  • zusammen mit Botulinus-Toxin eine der am stärksten giftigen Substanzen


Krankheitsbild

  • Trismus
  • nach hinten gehaltene Ohren
  • Vorfall des 3. Augenlides
  • Steifer Hals; lässt sich bei Untersuchung nicht biegen
  • allgemein verhärtete Muskulatur
  • staksiger Gang, sägebockartige Stellung der Extremitäten
  • Tympanie
  • durch geringe optische, akustische und taktile Reize können Krämpfe ausgelöst werden
  • Festliegen in Seitenlage
 
Diagnose / Tests
  • Tetanus wird mit hinreichender Sicherheit klinisch diagnostiziert
 
Therapieleitlinien

Serumtherapie

  • Equilis® Tetanus Serum ad us. vet., Injektionslösung ist nur für Pferde, Schafe und Ziegen zugelassen, wird in der Praxis aber auch bei Rindern mit klinischen Symptomen einer Tetanus-Erkrankung nach Umwidmung eingesetzt
  • Zusätzlich sollte es bei jedem Risikoeingriff wie beispielsweise der Kastration (inkl. Gummiring) prophylaktisch verabreicht werden
 
Impfleitlinien

Impfung

  • Tetanus kommt beim Rind nur vereinzelt und sehr selten vor
  • generelle Impfung ganzer Bestände nicht wirtschaftlich
  • Impfstoff und Dosierung siehe Rauschbrand
© {{ new Date().getFullYear() }} - Institut für Veterinärpharmakologie und ‑toxikologie

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