Angelica sp. / Heracleum sp. - Toxine
Giftpflanzen
Giftpilze
 

Zutreffende Spezies (Botanik)

Angelica archangelica L. - giftig
Angelica sylvestris L. - giftig
Heracleum mantegazzianum Sommier & Levier - giftig
Heracleum sphondylium L. s.l. - giftig
 

Toxizitätsgrad

Giftig + (Erläuterungen)
Bei Tieren kaum giftig bei Berührung.
 

Hauptwirkstoffe

Furocumarine (Furanocumarine): Bergapten, Imperatorin, Isoimperatorin, Pimpinellin, Isopimpinellin, Archangelin, Isobergapten, Sphondin u.a.
-Drei natürlich vorkommende Verteter: Psoralen-, Angelicin- und Allopsoralen-Typ.
-Furocumarine lösen sich kaum in Wasser oder apolaren Lösungsmitteln, gut jedoch in Ethanol, Aceton, Ethylacetat oder Dimethylsulfoxid.
-Beim Kochen werden sie nicht zerstört.
(Teuscher & Lindequist, 2010)
 

 
Furocumarin-Gehalt in %:
PflanzeWurzelBlattBlüteFrucht
Angelica archangelica0.5-1.60.4-0.71.01.3
Angelica sylvestris0.4-1.1 0.71.4
Heracleum mantegazzianum0.6-1.20.30.33.3
Heracleum sphondylium1.0-1.90.5-0.60.50.02-0.6
(Teuscher & Lindequist, 2010)
 

Zielorgane

Schleimhaut des Magendarmtraktes und Bindehaut; Haut
 

Wirkungsmechanismen

-Furocumarine werden nach peroraler Aufnahme schnell resorbiert und auch über die Haut rasch aufgenommen. Die Metaboliten werden innerhalb weniger Stunden, z.T. als Glucuronide, primär im Urin ausgeschieden.
-Furocumarine wirken phototoxisch und photomutagen: Sie lagern sich in die DNA-Doppelhelix ein. Wird die Haut anschliessend dem Sonnenlicht ausgesetzt, führt die UV-A-Strahlung zu kovalenten DNA-Addukten. Dies äussert sich auf der Haut mit verbrennungsähnlichen Symptomen wie Hautrötung, Schwellung und Blasenbildung.
-Die akute Toxizität der Furocumarine ist bei Abwesenheit von UV-Strahlung gering.
(Teuscher & Lindequist, 2010)
 

Veterinärtoxikologie

Literatur

 
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