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Eigenschaften

Miconazol ist sowohl gegen Candida, Trichophyton, Epidermophyton, Microsporum, Pityrosporon orbiculare (Malassezia furfur), als auch gegen grampositive Bakterien wirksam (Sawyer 1975a).
 

Wirkungsmechanismus

Miconazol übt seine antifungale und antibakterielle Wirkung über eine Veränderung der Zellmembran und der Interaktion mit intrazellulären Enzymen aus (McEvoy 1992a). Wie bei allen Azolen beruht der Wirkmechanismus auf einer Hemmung der Ergosterolsynthese. Sie hemmen die P450-abhängige C14-Demethylase, was zu einem Ergosterolmangel führt und eine Akkumulation der C14-Methylsterole in der Zellmembran bewirkt (Heit 1995a). Auf der molekularen Ebene bindet das N4 der Azole ans Häm-Eisenatom der P450-Cytochrome. Dadurch wird die Bildung des Fe3+-Superoxid-Komplexes (Fe3+O-) verhindert, welcher für die Hydroxylierung der Methylsterole nötig wäre (Heit 1995a).
 
Bei fungistatischen Konzentrationen kommt es zu einer Veränderung der Membranpermeabilität (McEvoy 1992a; Sawyer 1975a) und Hemmung des Purintransportes. Bei fungiziden Konzentrationen bleibt die Zellwand intakt, aber die intrazellulären Zellbestandteile werden zerstört. Miconazol interferiert in hohen Konzentrationen mit peroxisomalen Enzymen, was zu einer Peroxidakkumulation innerhalb der Zelle und dem darauffolgenden Zelltod führt (McEvoy 1992a).
 
Miconazol scheint gegen die parasitische Phase der dimorphen Pilze wirksamer zu sein als gegen die saprophytische Myzelphase. C. immitis z.B. ist in der Gewebephase 33 - 79% empfindlicher als in der Myzelphase (McEvoy 1992a).
 

Wirkungsspektrum

Miconazol ist gegen die meisten pathogenen Pilze wirksam (McEvoy 1992a). In-vitro zeigt es auch gegen grampositive Bakterien und gegen Acanthamoeba Wirkung (McEvoy 1992a).
 
In-vitro hemmen Miconazolkonzentrationen von 0,1 - 10 µg/ml Coccidioides immitis, Candida albicans, Cryptococcus neoformans, Histoplasma capsulatum, Candida tropicalis, Candida parapsilosis, Malassezia furfur (Pityrosporum orbiculare), Paracoccidioides brasiliensis, Sporothrix schenckii, Aspergillus flavus, Aspergillus ustus, Microsporum canis, Curvularia sp., Drechslera hawaiiensis, Petriellidium boydii, Dermatophytes und einige grampositive Bakterien (McEvoy 1992a). Die MIC für die meisten empfindlichen Pilze liegt zwischen 0,5 - 2 µg/ml. Die Genauigkeit der in-vitro- Miconazolempfindlichkeitprüfung ist jedoch von der Messmethode abhängig, und die MIC-Werte wiederspiegeln die in-vivo-Aktivität nicht (McEvoy 1992a).
 

Resistenz

Bis jetzt sind keine Resistenzen bei Tieren bekannt (McEvoy 1992a).
© {{ new Date().getFullYear() }} - Institut für Veterinärpharmakologie und ‑toxikologie

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