Allgemein

Selegilin wird im allgemeinen gut vertragen (Ferguson 2001a; Boothe 2001f; Cohn 2002a). Es treten nur geringe Nebenwirkungen auf, die nicht lebensbedrohlich (Ruehl 1994a) und auch nur vorübergehend sind. Meistens betreffen sie den Gastrointestinaltrakt (Neilson 2002a). Selten treten Anämie und auch Polydypsie auf (Ferguson 2001a). Auch durch eine chronische Anwendung von Selegilin entstehen keine wesentlichen Nebenwirkungen (Bruyette 1995a). Es wird aber trotzdem empfohlen, die Tiere während der Behandlung gut auf Nebenwirkungen zu beobachten (Plumb 2002a).
 
Im Gegensatz zu Clomipramin hat Selegilin keine anticholinerge Nebenwirkungen (Göthert 2001a).
 

ZNS

Bei Langzeitbehandlungen können vorübergehend Hyperaktivität, Hörstörungen und Schwäche auftreten (Ferguson 2001a). Es kann daneben zu Stereotypien (Seksel 2002a), Zittern, Unruhe und Lethargie kommen (Feldman 2000a).
 

Aggressionen

Durch die Behandlung mit Selegilin kann eine versteckte Aggression des Hundes zum Vorschein kommen (Schöning 2002a). Daher ist zwingend eine begleitende Verhaltenstherapie durchzuführen (Demuth 2003a).
 
Im Gegensatz dazu wird das Aggressionsverhalten durch Clomipramin weder induziert noch verstärkt (Löscher 2003a).
 

Gastrointestinaltrakt

Selegilin führt zu Erbrechen und Durchfall (Heath 2002a; Bruyette 1997a), meistens jedoch nur vorübergehend (Braddock 2004a). Es kann auch zu Salivation, Anorexie (Campbell 2001a; Feldman 2000a; Seksel 2002a) und Gewichtsverlust kommen (Ferguson 2001a).
 

Haut

Durch Selegilin kann es zu Pruritus kommen (Feldman 2000a; Seksel 2002a).
 
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