Dosierung - allgemein

Anwendungsverbot bei Tieren, die der Lebensmittelgewinnung dienen

Detailierte Angaben siehe unter "Rückstandsbeurteilung".
 

Leber- und Niereninsuffizienz

Bei Patienten mit Leberinsuffizienz wird der Plasmaspiegel erhöht. Die Dosis sollte dementsprechend reduziert werden (Rosenblatt 1987a). Genauso sollte eine Dosisreduktion bei schweren Nierenfunktionsstörungen erfolgen (Tracy 1996a).
 

Verabreichung

Bioverfügbarkeit

Wird Metronidazol mit Futter verabreicht, erhöht sich die Bioverfügbarkeit (Plumb 1999a).
 

Tabletten

Die Tabletten haben einen sehr bitteren Geschmack und sollten vor dem Gebrauch nicht zerdrückt werden (Allen 1993a).
 
Für Schlangen werden die Tabletten pulverisiert, mit wenig Wasser vermischt und direkt mittels eines aufgesetzten Gummischlauches in den Oesophagus gegeben. Die Dispersion der Tabletten muss regelmässig geschüttelt werden. Für Patienten, bei denen eine orale Gabe problematisch ist (z.B. bei Giftschlangen), kann Dimetridazol i.p., s.c. oder i.m. injiziert werden (Zwart 1998a).
 

Verabreichung im Trinkwasser

Zur Verabreichung an Mäuse wird allen wässrigen Lösungen zwecks besserer Akzeptanz 1 Prozent süsser Sirup zugesetzt (Visser 1998a).
 

Reptilien

Die Resorption und Pharmakokinetik von Medikamenten ist temperaturabhängig!! Während der Therapie sollen die Tiere bei ihren optimalen Körpertemperaturen gehalten werden (Zwart 1995c).
 

Schlangen

Metronidazol ist das Mittel der Wahl zur Amöbenbekämpfung bei Schlangen (Zwart 1995b). Vorsicht ist bei empfindlichen Schlangenarten geboten: Tricolorking, Indigo, Milk Whipsnakes, Racers und Uracoan Rattlers (Allen 1993a).
 
Um Nierenschäden während einer Antibiotikatherapie vorzubeugen, wird bei Schlangen empfohlen, Flüssigkeit, Vitamine (vor allem die Vitamine A,B,E) und Aminosäuren parenteral zu substituieren. Zudem sollte die Antibiotikagabe bei Umgebungstemperaturen über 25°C jeden Tag einmal, bei Temperaturen unter 25°C jeden zweiten Tag erfolgen (Zwart 1995b).
 

Vögel

Prophylaktisch ist Metronidazol vor Paarungsbeginn einzusetzen, da beim Männchen Fruchtbarkeitsstörungen auftreten können. Es sollte auch nicht während der Brutzeit angewendet werden (Rübel 1995a).
 
In einigen Studien wird eine toxische Wirkung von Metronidazol bei Finken beschrieben. Andere Studien wiederum wiederlegen diese These (Allen 2005a; Filippich 1997a).
 

Fohlen

Aufgrund der verlängerten Eliminationshalbwertszeit und der verminderten Clearance muss bei Fohlen die Dosis reduziert, bzw. das Dosierungsintervall erhöht werden. Die Dosierung von 15 - 20 mg/kg p.o., alle 6 - 8 h für adulte Pferde führt bei Fohlen zu einer Akkumulation und zu damit verbundenen Nebenwirkungen (Swain 2015a).
 

Dosierung - speziell

Hilfe: Masseinheiten und Umrechnungen
 
Katze - Metronidazol
intravenös

Anaerobe Infektionen

-Sepsis: 15 mg/kg 2 × täglich (Plumb 2011a)
oral

Anaerobe Infektionen

-plasmazytäre/lymphozytäre Enteritis: 10 mg/kg 1 × täglich (Plumb 1999a)
-hepatische Lipidose: 25 - 30 mg/kg 2 × täglich während 2 - 3 Wochen (Wirkung nicht bewiesen, aber kann von Vorteil sein) (Plumb 1999a)
-Plasmazellgingivitis/Pharyngitis: 50 mg/kg 1 × täglich während 5 Tagen (Allen 1993a)
 

Giardien

-10 - 25 mg/kg 1 × täglich während 5 Tagen (Allen 1993a; Plumb 1999a)
-8 - 10 mg/kg 2 × täglich während 10 Tagen (Plumb 1999a)
-15 - 25 mg/kg 1 × täglich (Kraft 1999a)
-2 × 22 mg/kg pro Tag an 5 bis 10 aufeinanderfolgenden Tagen (Deplazes 1999a; Rommel 1992b)
-25 mg/kg 2 × täglich während 5 Tagen (Dubey 1993a)
-10 - 25 mg/kg 2 × täglich während 5 - 7 Tagen (Lindsay 1995a)
-22 mg/kg 2 × täglich während 5 Tagen. Kann mit Fenbendazol (50 mg/kg p.o. 1 × täglich während 3 oder 5 Tagen) kombiniert werden, um klinische Symptome abzuschwächen und die Parasiten zu eliminieren (Plumb 2011a).
 

Amöben

-Entamöba histolytica sind ähnlich empfindlich wie Giardien, und es wird die Dosierung für Giardien empfohlen: 10 - 25 mg/kg 2 × täglich während 5 - 7 Tagen (Lindsay 1995a)
-Entamöba histolytica oder Pentatrichomas hominis: 25 mg/kg 2 × täglich während 8 Tagen (Plumb 2011a)
-25 mg/kg 2 × täglich während 5 Tagen (Dubey 1993a) bzw. während 7 - 10 Tagen (Taboada 1995a)
 

Trichomonaden

-25 mg/kg 2 × täglich während 5 Tagen (Dubey 1993a)
 

Helicobacter pylori

-10 - 15 mg/kg Metronidazol p.o. 2 × täglich und 7,5 mg/kg Clarithromycin p.o. 2 × täglich und 20 mg/kg Amoxicillin p.o. 2 × täglich während 14 Tagen
 

Als Zusatztherapie bei Infektionen des Gastrointestinaltrakts

-milde bis moderate IBD (inflammatory bowel disease): 10 - 20 mg/kg 2 - 3 × täglich (Plumb 2011a)
-IBD (inflammatory bowel disease): 62,5 mg (Totaldosis)/Katze 1 × täglich während 10 - 20 Tagen zusammen mit einem hypoallergenen Futter. Bei Therapieresistenz oder schweren Fällen zusätzliche Verabreichung von 1 - 2 mg/kg Prednisolon p.o. initial 2 × täglich (Plumb 2011a)
-10 - 15 mg/kg 2 - 3 × täglich; bei moderaten bis schweren Fällen in Kombination mit Prednison (Plumb 2011a)
 

Hepatische Enzephalopathie

-7,5 mg/kg 2 - 3 × täglich
Hund - Metronidazol
intravenös

Anaerobe Infektion

-Sepsis: 15 mg/kg 2 × täglich (Plumb 2011a)
oral

Giardien

-15 - 25 mg/kg 1 - 2 × täglich während 5 - 7 Tagen (Plumb 2011a)
-22 mg/kg 2 × täglich während 5 Tagen. Kann mit Fenbendazol (50 mg/kg p.o. 1 × täglich während 3 oder 5 Tagen) kombiniert werden, um klinische Symptome abzuschwächen und die Parasiten zu eliminieren (Plumb 2011a)
-25 - 65 mg/kg 1 × täglich während 5 Tagen (Allen 1993a; Plumb 1999a)
-initial 44 mg/kg, dann 22 mg/kg alle 8 Stunden während 5 Tagen (Plumb 1999a)
-50 mg/kg 1 × täglich während 5 Tagen (Plumb 1999a)
-30 - 60 mg/kg 1 × täglich während 5 - 7 Tagen (Plumb 1999a) oder aufgeteilt in 2 × täglich (Lindsay 1995a)
-25 mg/kg 2 × täglich (Plumb 1999a)
-2 × 22 mg/kg pro Tag an 5 bis 10 aufeinanderfolgenden Tagen (Deplazes 1999a)
-12,5 - 22 mg/kg 2 × täglich während 5 Tagen (Rommel 1992b)
-Falls die Therapie nicht anspricht ist eine Wiederholung nötig; dabei kann die Dosierung erhöht und die Verabreichungsperiode verlängert werden: 50 mg/kg 2 × täglich während 10 Tagen (Kirkpatrick 1987e).
 

Amöben / Balantidien

-60 mg/kg 1 × täglich während 5 Tagen (Allen 1993a; Plumb 1999a)
-Entamöba histolytica sind ähnlich empfindlich wie Giardien, und es wird die Dosierung für Giardien empfohlen: 15 - 30 mg/kg 2 × täglich während 5 - 7 Tagen (Lindsay 1995a) bzw. 25 mg/kg 2 × täglich während 7 - 10 Tagen (Taboada 1995a).
-Entamöba histolytica oder Pentatrichomas hominis: 25 mg/kg 2 × täglich während 8 Tagen (Plumb 2011a)
 

Trichomonaden

-30 - 60 mg/kg 1 × täglich während 5 - 7 Tagen (Plumb 1999a)
 

Anaerobe Infektionen

-30 mg/kg/Tag, aufgeteilt alle 6 - 8 Stunden (Plumb 1999a)
-44 mg/kg 2 × täglich (Plumb 1999a)
 

Bakterielle Meningitis

-25 - 50 mg/kg 2 × täglich (Plumb 1999a)
 

Eitrige Cholangitis

-25 - 30 mg/kg 2 × täglich während 4 - 6 Wochen. Kann mit Chloramphenicol kombiniert werden (Plumb 1999a).
 

Helicobacter-Gastritis

-15,4 mg/kg p.o. 3 × täglich und 11 mg/kg Amoxicillin p.o. 3 × täglich und 0,22 ml/kg Bismuthsubsalicylat p.o. 4 - 6 × täglich während 3 Wochen (Plumb 2011a)
 

Clostridien (Clostridium perfringens)-Enterotoxikose

-10 - 20 mg/kg 2 × täglich während 7 - 28 Tagen (Plumb 2011a)
 

IBD (inflammatory bowel disease)

-10 mg/kg 2 × täglich in Kombination mit Prednison p.o. 1 mg/kg 2 × täglich während 21 Tagen (Jergens 2010a)
-milde bis moderate IBD: 10 - 20 mg/kg 2 × täglich (Plumb 2011a)
-moderate bis schwere IBD: 10 - 15 mg/kg 2 - 3 × täglich in Kombination mit Prednison (Plumb 2011a)
 

Enteritis

-unterstützend bei plasmazytärer/lymphozytärer Enteritis: 30 - 60 mg/kg 1 × täglich (Plumb 1999a)
-unterstützend: 10 mg/kg 3 × täglich während 2 - 4 Wochen (Plumb 1999a)
 

Colitis

-unterstützend bei plasmazytärer/lymphozytärer Colitis: 10 - 30 mg/kg alle 8 - 24 h während 2 - 4 Wochen (Plumb 1999a)
-ulzerative Colitis: 10 - 15 mg/kg 1 - 2 × täglich, sofern andere Therapien nicht erfolgreich sind. Die Therapie sollte nach 2 Wochen abgebrochen werden, wenn sie nicht genügend wirkt (Plumb 1999a).
-ulzerative Colitis bei Therapieresistenz auf andere Therapien (z.B. Sulfasalazin, Immunosuppression, Diät etc.): 10 - 20 mg/kg 2 - 3 × täglich; eine Therapiedauer von 2 - 4 Wochen kann bei chronischer Colitis mit Durchfall ungeklärter Ursache vorteilhaft sein (Plumb 2011a)
 

Dickdarmdiarrhoe

-wenn trotz Entwurmung und Eliminationsdiät kein Therapieerfolg: 20 - 25 mg/kg Metronidazol 2 × täglich für 5 - 10 Tage in Kombination mit z.B. Flohsamenschalen (Psyllium) (½ TL für Zwergrassen, 1 TL für kleine Rassen, 2 TL für mittelgrosse Rassen und 3 TL für grosse Rassen) (Plumb 2011a).
 

Encephalopathie

-unterstützend bei hepatischer Encephalopathie: 20 mg/kg 3 × täglich (Plumb 1999a)
 

"Tränenstrassen" infolge eines medialen Kanthussyndrom

-100 - 200 mg (Totaldosis) 1 × täglich während 10 Tagen jeden Monat (Plumb 2011a)
Pferd, Pony (Jungtier) - Metronidazol
intravenös

Infektion mit Clostridien (Clostridium perfringens)

-beim Vorliegen eines Ileus, oder der Unmöglichkeit einer oralen Applikation: 10 mg/kg 4 × täglich i.v. (Plumb 2011a)
-initiale Sättigungsdosis von 15 mg/kg, danach 7,5 mg/kg 4 × täglich (Hare 1975a)
oral

Infektion mit Clostridien (Clostridium perfringens)

-10 - 15 mg/kg 3 - 4 × täglich; die Dosierung wird dem Schweregrad angepasst (Plumb 2011a)
-15 - 25 mg/kg 3 × täglich, oder 25 mg/kg 2 × täglich (Plumb 2011a)
Pferd, Pony - Metronidazol
intravenös
-15 mg/kg 4 × täglich (Allen 1993a)
-20 mg/kg 2 × täglich (Allen 1993a)
oral
-15 mg/kg 4 × täglich (Allen 1993a)
-20 mg/kg 2 × täglich (Allen 1993a)
-20 - 25 mg/kg 2 - 3 × täglich (Plumb 2011a)
-15 - 25 mg/kg 4 × täglich (Plumb 1999a)
-20 - 25 mg/kg 2 × täglich als zerdrückte Tablette in einer wässrigen Lösung (Plumb 1999a).
 

Colitis aufgrund von Clostridium spp.

-15 mg/kg 3 × täglich (Plumb 2011a)
 

Giardien

-5 mg/kg 3 × täglich während 10 Tagen (Lindsay 1995a)
 

Infektion mit Lawsonia intracellularis

-10 - 15 mg/kg 2 - 3 × täglich p.o. zusammen mit wahlweise 10 - 18 mg/kg Oxytetracyclin 1 × täglich langsam i.v. oder 44 mg/kg Chloramphenicol 3 - 4 × täglich p.o. (Plumb 2011a)
oral (Stute)

Metritis aufgrund einer Infektion mit Bacteroides fragilis

-15 - 25 mg/kg 2 × täglich (Plumb 2011a)
rektal

Colitis aufgrund von Clostridium spp.

-15 mg/kg 3 × täglich (Plumb 2011a)
Rind - Metronidazol
dermal / topisch

Trichomoniasis

-als 5%ige Salbe, zusätzlich Urethraspülung mit 30 ml einer 1%igen Lösung (Allen 1993a)
intravenös
-75 mg/kg 3 × mit 12 h - Intervallen (Allen 1993a)
 

Trichomoniasis

-75 mg/kg täglich während 3 aufeinanderfolgenden Tagen (Lindsay 1995a). Zudem wird vorgeschlagen, den Bullen 2 Tage vor der Behandlung Penicillin zu verabreichen; damit wird die Wirksamkeit der Behandlung erhöht, weil Penicillin die Zahl der Präputialbakterien vermindert und so die Metabolisierung von Metronidazol verhindert (Lindsay 1995a).
Kaninchen / Hase - Metronidazol
intravenös

Anaerbobe Infektionen

-5 mg/kg 2 × täglich langsam i.v. (Plumb 2011a)
oral
-20 - 60 mg/kg 2 × täglich während 3 - 5 Tagen (Allen 2005a)
 

Bakterielle Infektionen

-20 mg/kg 2 × täglich (Morrisey 2004a) während 3 - 5 Tagen (Smith 1997a)
 

Abszesse der Maulhöhle mit Anaerobier

-25 mg/kg 2 × täglich während 21 Tagen (Allen 2005a)
 

Protozoen

-40 mg/kg 2 × täglich während 5 Tagen (Morrisey 1996b)
-20 mg/kg 2 × täglich (Morrisey 2004a)
 

Giardien

-25 mg/kg 2 × täglich während 5 Tagen (Clyde 1996b)
Maus - Metronidazol
oral
-10 - 60 mg/kg 2 - 3 × täglich (Allen 2005a)
 

Bakterielle Infektionen

-10 - 40 mg/kg 1 × täglich (Morrisey 2004a)
 

Protozoen

-2,5 mg/ml Trinkwasser während 5 Tagen (Morrisey 1996b; Smith 1997a; Visser 2005a; Adamcak 2000a)
-10 - 40 mg/kg 1 × täglich (Morrisey 2004a)
 

Giardien

-25 mg/kg 2 × täglich während 5 Tagen (Clyde 1996b)
Ratte - Metronidazol
oral
-10 - 40 mg/Tier 1 × täglich (Morrisey 1996b; Smith 1997a; Morrisey 2004a; Adamcak 2000a)
-10 - 60 mg/kg 2 - 3 × täglich (Allen 2005a)
 

Giardien

-25 mg/kg 2 × täglich während 5 Tagen (Clyde 1996b)
 

Histomonas, Trichomonaden, Amöben

-50 - 60 mg/kg 2 × täglich während 5 Tagen (Wijnbergen 2005a)
Meerschweinchen - Metronidazol
oral
-20 - 60 mg/kg 2 - 3 × täglich (Allen 2005a)
-10 - 20 mg/kg 1 × täglich (Plumb 2011a)
 

Bakterielle Infektionen

-20 - 40 mg/kg 2 × täglich (Smith 1997a)
-20 mg/kg 2 × täglich (Morrisey 2004a)
 

Tritrichomonas, Balantidium

-50 mg/kg 1 × täglich während 7 Tagen (Bucklar 1996a)
-20 - 30 mg/kg während 7 Tagen (Wasel 2005b)
 

Giardien

-25 mg/kg 2 × täglich (Morrisey 2004a) während 5 Tagen (Clyde 1996b)
 

Amöbiasis

-50 mg/kg während 7 Tagen (Wasel 1998a; Bucklar 1999a)
Chinchilla - Metronidazol
oral
-10 - 40 mg/kg 1 - 2 × täglich (Allen 2005a; Adamcak 2000a)
 

Bakterielle Infektionen

-10 - 20 mg/kg 2 × täglich (Morrisey 2004a)
 

Protozoen

-50 mg/kg während 7 Tagen (Egen 1995a)
-50 mg/kg 2 × täglich (Morrisey 2004a)
 

Giardien

-25 mg/kg 2 × täglich über 5 - 7 Tage (Beck 2004a)
 

Flagellaten, Amöben

-20 - 40 mg/kg 1 × täglich während 7 - 10 Tagen (Schweigart 1995a)
subkutan

Flagellaten, Amöben

-10 - 20 mg/kg 2 × täglich oder 20 - 40 mg/kg 1 × täglich während 7 Tagen (Schweigart 1995a)
Degu - Metronidazol
oral

Amöben

-30 - 50 mg/kg über 7 - 10 Tage (Sassenburg 2005a)
subkutan

Trichomonaden

-30 - 50 mg/kg 7 - 10 Tage (Sassenburg 2005a)
Gerbil - Metronidazol
oral

Protozoen

-250 mg/kg 1 × täglich [sic!] während 10 Tagen (Zwart 2005a)
-20 - 60 mg/kg 2 - 3 × täglich (Allen 2005a)
 

Giardien

-25 mg/kg 2 × täglich während 5 Tagen (Clyde 1996b)
Hamster - Metronidazol
oral
-20 mg/kg 2 × täglich (Morrisey 2004a)
-7,5 mg pro 70 - 90 g Körpergewicht 3 × täglich (Allen 2005a)
 

Protozoen

-7,5 mg 3 × täglich (Morrisey 1996b)
-7,5 mg pro 70 - 90 g Körpergewicht 3 × täglich (Smith 1997a; Adamcak 2000a)
-70 mg/kg alle 8 Stunden (Morrisey 2004a; Adamcak 2000a)
 

Enterocolitis durch Clostridium difficile

-210 mg/kg 1 × täglich (Allen 2005a)
Igel - Metronidazol
intravenös
-40 mg/kg/Tag während 5 - 10 Tagen (Gould 2014a)
oral
-40 mg/kg/Tag während 5 - 10 Tagen (Gould 2014a)
 

Bakterielle Infektionen

-20 mg/kg 2 × täglich (Morrisey 2004a)
 

Protozoen

-25 mg/kg 2 × täglich (Morrisey 2004a)
subkutan
-40 mg/kg/Tag während 5 - 10 Tagen (Gould 2014a)
Frettchen & Marder - Metronidazol
oral
-15 - 20 mg/kg 2 × täglich (Morrisey 2004a)
-10 - 30 mg/kg 1 - 2 × täglich (Williams 2000b; Plumb 2011a)
 

Infektionen mit Anaerobier

-10 - 20 mg/kg 2 × täglich (Allen 2005a)
 

Protozoen

-20 mg/kg 2 × täglich (Morrisey 2004a) während 5 - 10 Tagen (Smith 1997a)
-15 - 25 mg/kg 2 × täglich während 14 Tagen (Williams 2000b)
 

Giardien

-25 mg/kg 2 × täglich während 5 Tagen (Clyde 1996b)
-20 mg/kg 2 × täglich während 10 Tagen (Allen 2005a)
 

Ulzerierende Gastritis, Helicobacter mustelea

-20 mg/kg 2 × täglich, zusammen mit 10 mg/kg Amoxicillin und 17 mg/kg Bismuthsubsalicylat (Bell 2004a)
-22 mg/kg Metronidazol und 22 mg/kg Amoxicillin und 17,6 mg/kg Bismuthsubsalicylat p.o. 3 × täglich während 3 - 4 Wochen (Plumb 2011a)
-20 mg/kg Metronidazol und 30 mg/kg Amoxicillin und 7,5 mg/kg Bismuthsubsalicylate 3 × täglich während 21 - 28 Tagen (Plumb 2011a)
-75 mg/kg 1 × täglich, zusammen mit 50 mg/kg Clarithromycin und 4 mg/kg Omeprazol (Bell 2004a)
 

Inflammatory bowel disease (IBD)

-50 mg/kg 1 × täglich (Plumb 2011a)
Elefanten - Metronidazol
rektal

Infektionen mit Anaerobier

-15 mg/kg 1 × täglich während 10 Tagen (Gulland 1987a)
Schildkröten - Metronidazol
intraperitoneal

Hexamitiasis

-10 mg/kg 1 × wöchentlich (vor jeder Injektion Verlaufskontrolle mittels Kloakenspülung); gute Erfolge in leichteren Fällen. In schweren und sehr weit fortgeschrittenen Fällen versagt diese Therapie (Gabrisch 1998a).
oral
-40 - 125 mg/kg Wiederholung in 10 - 14 Tagen (Wilson 1996a)
 

Protozoen

-100 mg/kg 1 × täglich während 5 Tagen, nach 2 Wochen wiederholen (Sassenburg 2005b)
-50 - 100 mg/kg alle 2 - 3 Tage während 2 - 3 Wochen (Gabrisch 1995b)
-40 - 125 mg/kg nach 10 - 14 Tagen wiederholen (Jenkins 1991b)
 

Hexamitiasis

-50 - 100 mg/kg alle 2 - 3 Tage über 2 - 3 Wochen (Gabrisch 1998a)
-150 - 275 mg/kg täglich über 6 Tage (Gabrisch 1998a)
 

Appetitstimulation

-50 - 100 mg/kg einmalig (Jenkins 1991b)
Echsen & Krokodile - Metronidazol
oral
-Eidechse: 100 mg/kg, Wiederholung in 2 Wochen (Wilson 1996a)
-Chamäleon: 40 - 60 mg/kg alle 1 - 2 Wochen wiederholen (Funk 2006a)
 

Infektionen mit Anaerobier

-75 mg/kg 1 × täglich über 10 Tage (Zwart 2005c)
-150 mg/kg wöchentlich (Stein 1996a)
-grüner Leguan: 20 mg/kg im Abstand von 24 - 48 Stunden (Allen 2005a)
 

Protozoen

-100 mg/kg, Wiederholung nach 2 Wochen (Wilson 1996a)
-25 - 40 mg/kg, Wiederholung nach 3 - 4 Tagen (Allen 2005a)
 

Amöben & Flagellaten

-75 mg/kg 1 × täglich während 10 Tagen (Zwart 2005c)
-Grüner Leguan: maximal 50 mg/kg 1 × täglich während 4 Tagen (Zwart 1995c)
 

Trichomonas

-Geckos: 40 mg/kg, Wiederholung nach 2 Wochen; bei subkutanen Läsionen bis auf 200 mg/kg erhöhen (Wilson 1996a)
 

Appetitstimulation

-50 - 100 mg/kg einmalig (Jenkins 1991b)
Schlangen - Metronidazol
oral
-40 - 100 mg/kg, Wiederholung nach 2 Wochen; die niedrigere Dosierung für empfindliche Schlangenspezies (wie z.B. Milchschlange) verwenden (Allen 1993a)!
 

Bakterielle Infektionen mit grampositive Keimen

-50 - 75 mg/kg 1 × täglich während 10 Tagen (Zwart 2005b)
 

Infektionen mit Anaerobier

-150 mg/kg, Wiederholung nach einer Woche (Plumb 1999a; Stein 1996a)
-50 - 75 mg/kg 1 × täglich während 10 Tagen (Zwart 2005b)
-Rattenschlange: 20 mg/kg jeden 2. Tag (Kolmstetter 2001a)
 

Protozoen

-70 - 75 mg/kg 1 × täglich während 10 Tagen (Zwart 2005b)
-125 mg/kg 1 × täglich während 3 Tagen (Zwart 2005b)
 

Trichomonaden

-125 mg/kg, bei erfolgloser Behandlung 150 mg/kg 1 × täglich während 3 Tagen (Allen 1993a)
 

Amöben & Flagellaten

-40 - 100 mg/kg, Wiederholung in 2 Wochen (Allen 2005a)
-100 - 275 mg/kg, Wiederholung 1 - 2 Wochen später (Plumb 1999a)
-100 mg/kg einmalig, wiederholen nach 7 bis 14 Tagen (Clyde 1996b)
-75 mg/kg täglich über 10 - 12 Tage (Zwart 1998a)
-Grossbestände: einmalige Behandlung aller Tiere mit 200 mg/kg; Achtung: Dosis nahe an einer Überdosis (Toxizität!), die Tiere müssen genau überwacht werden (Zwart 1998a; Zwart 1995b)!
-Drymarchon spp., Lampropeltis pyromelana, Lampropeltis zonata: 40 mg/kg einmalig, Wiederholung nach 2 Wochen (Plumb 1999a)
 

Appetitstimulation

-50 - 100 mg/kg (Allen 1993a; Jenkins 1991b)
Huhn, Trute, Fasan & Wachtel - Metronidazol
oral
-50 mg/kg 1 × täglich während 5 Tagen (Plumb 1999a)
 

Trichomonaden

-10 - 50 mg/kg während 5 - 10 Tagen oder 1 g/l während 5 - 10 Tagen ins Trinkwasser (Bucklar 1999a)
 

Hexamita

-10 - 50 mg/kg während 5 - 10 Tagen oder 1 g/l ins Trinkwasser während 5 - 10 Tagen (Bucklar 1999a)
Enten, Gänse & Schwäne - Metronidazol
oral

Flagellaten (z.B. Cochlosoma anatis)

-75 mg/kg (Bollinger 1996a)
Tauben - Metronidazol
intramuskulär

Trichomonaden

-10 - 50 mg/kg 1 × täglich während 2 - 5 Tagen (Allen 2005a)
oral

Trichomonaden

-50 mg/kg 1 × täglich während 5 Tagen (Allen 2005a)
 

Hexamita

-10 - 50 mg/kg während 5 - 10 Tagen oder 1 g/l Trinkwasser während 5 - 10 Tagen (Bucklar 1999a).
Papageien & Sittiche: Ara, Kakadu, Kea etc. - Metronidazol
intramuskulär
-10 - 20 mg/kg 2 × täglich oder 10 - 50 mg/kg 1 × täglich für 2 - 5 Tage (Allen 2005a)
 

Trichomonaden und Giardien

-Wellensittiche: 2 - 3,5 mg pro 100 g Körpergewicht während 7 - 10 Tagen; zusätzlich Vitamine und Selen verabreichen und auf gute Hygiene achten (Baumgartner 1998a).
oral
-10 - 50 mg/kg 1 - 2 × täglich für 10 Tage (Allen 2005a)
  
-Wellensittiche: 25 - 30 mg/kg 2 × täglich während 2 bis 10 Tagen (Allen 1993a)
 

Trichomonaden

-50 mg /kg 1 × täglich während 6 Tagen (Hatt 2005a)
-Wellensittiche: 2 - 3,5 mg pro 100 g Körpergewicht über 7 - 10 Tage; zusätzlich Vitamine und Selen verabreichen und auf gute Hygiene achten (Baumgartner 1998a).
 

Flagellaten

-50 mg /kg 1 × täglich während 6 Tagen (Hatt 2005a)
 

Giardien

-Wellensittiche: 200 - 400 ppm ins Trinkwasser während 5 Tagen (Allen 2005a)
-Wellensittiche: 2 - 3,5 mg pro 100 g Körpergewicht über 7 - 10 Tage. zusätzlich Vitamine und Selen verabreichen und auf gute Hygiene achten (Baumgartner 1998a).
 

Infektion mit Anaerobier

-50 mg/kg 1 × täglich während 6 Tagen (Hatt 2005a)
Singvögel & Käfigvögel: Drossel, Stieglitz etc. - Metronidazol
oral
-Kanarienvögel: 100 mg/kg Futter oder 100 mg/l Trinkwasser (Allen 2005a)
 

Giardien, Trichomonaden

-25 mg/kg 2 × täglich während 5 - 10 Tagen (Clyde 1996b; Clyde 1996a)
-50 mg/kg 1 × täglich während 5 - 10 Tagen (Clyde 1996b)
 

Flagellaten

-50 mg/kg während 7 Tagen (Kaleta 1999a)
 

Anaerobier

-50 mg/kg während 7 Tagen (Kaleta 1999a)
 

Cochlosoma sp

-Finken: 30 mg/kg mittels Kropfsonde (Filippich 1997a)
-Finken: 40 mg/l Trinkwasser während 3 Tagen (Filippich 1997a)
Laufvögel: Strauss, Emu, Kasuar, Kiwi, Nandu - Metronidazol
oral

Infektionen mit Anaerobier / Giardia

-20 - 25 mg/kg 2× täglich (Plumb 2011a)
Greifvögel, Eulen & Falken: Adler, Uhu etc. - Metronidazol
oral

Trichomonaden

-30 - 65 mg/kg 1 × täglich während 5 - 7 Tagen (Smith 1996c)
Zierfische: Koi, Goldfisch, Buntbarsche etc. - Metronidazol
oral

Flagellaten

-50 mg/kg 1 × täglich während 5 Tagen (Harms 1996a)
-10 -15 g/kg Futter während 5 - 10 Tagen (Harms 1996a)
per aquam

Flagellaten

-Tiere für 12 - 24 Stunden in Wasser mit 6 ppm Metronidazol belassen, 2 - 3 × wiederholen (Harms 1996a)
Amphibien: Frösche, Kröten, Molche, Salamander - Metronidazol
oral

Chronischer Durchfall

-10 mg/kg 1 × täglich während 5 - 10 Tagen (Wright 2006a)
 

Infektion mit Anaerobier

-50 mg/kg 1 × täglich während 3 Tagen (Wright 2006a)
 
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