Neostigmin - Chemie
CliniPharm
Wirkstoffdaten
 
Klassifizierung:   Carbamate / Urethane
Nervensystem, peripheres (PNS)ParasympathomimetikaCholinesterase-Hemmer
VerdauungsapparatRuminatoriaIndirekte Parasympathomimetika
 
Synonyme:Synstigmin; Proserine; Intrastigmina; Juvastigmin; Normastigmin; Prostigmin; Konstigmin; Neostigmine; Prostigmine
Lateinisch:Neostigminum
Englisch:Neostigmine
Französisch:Néostigmine
Italienisch:Neostigmina
 
CAS-Nummern:Neostigmin=59-99-4  PubChem
 Neostigminbromid=114-80-7  PubChem
 Neostigminmethylsulfat=51-60-5  PubChem
 

Eigenschaften

Die chemische Bezeichnung von Neostigmin ist 3-[[(Dimethylamino)carbonyl]oxy]-N,N,N-trimethylbenzenaminium; C12H19N2O2 (Windholz 1983). Neostigmin wird synthetisch hergestellt und ist strukturell mit Physostigmin verwandt (Adams 2001c). Pharmakologisch wirkt es ähnlich wie Ambenonium und Pyridostigmin (McEvoy 1992).
 
Die beiden synthetisch hergestellten, parasympathomimetischen quaternären Ammoniumverbindungen Neostigminbromid und Neostigminmethylsulfat, sind beides geruchlose, bitter schmeckende, weisse kristalline Pulver. Sie sind in Wasser sehr gut und in Alkohol gut löslich (Plumb 1999; McEvoy 1992).
 

Neostigminmethylsulfat

1 g Neostigminmethylsulfat, C13H22N2O6S, ist in ca. 10 ml Wasser löslich; in Alkohol ist es weniger gut löslich (Windholz 1983). Der Schmelzpunkt von Neostigminmethylsulfat liegt bei 144 - 149°C (142 - 145°C (Windholz 1983)) und der pH der kommerziell erhältlichen Injektionslösung liegt zwischen 5 - 6,5 (Plumb 1999; McEvoy 1992).
 

Neostigminbromid

1 g Neostigminbromid, C12H19BrN2O2, ist in ca. 10 ml Wasser löslich; in Alkohol ist es weniger gut löslich (Windholz 1983).
 

Lagerung / Stabilität

Neostigminbromidtabletten sollten bei Raumtemperatur in dicht verschlossenen Behältern aufbewahrt werden. Die Neostigminmethylsulfatinjektionslösungen sollten bei Raumtemperatur und vor Licht geschützt aufbewahrt werden. Tiefgefrieren ist zu vermeiden (Plumb 1999; McEvoy 1992).
 

Kompatibilität

Neostigminmethylsulfatinjektionslösungen sind mit allen üblichen intravenösen Plasmaersatzflüssigkeiten und mit Glykopyrrolat, Natriumpentobarbital und Natriumthiopental kompatibel (Plumb 1999).
 
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