ARCHIV: Vetaglucin-M ad us. vet.[V], Infusionslösung
Tierarzneimittel
Kompendium
der Schweiz
 

Veterinaria AG

HINWEIS: Dies ist ein Eintrag aus dem Archiv; dieses Tierarzneimittel ist in der Schweiz nicht mehr zugelassen!

Calcium-Magnesium-Infusionslösung mit Glucose für Rinder

ATCvet: QA12

 

Zusammensetzung

Calcii gluconas 200 mg (corresp. Calcium 18 mg), Magnesii chloridum 85 mg (corresp. Magnesium 10 mg), Glucosum 200 mg, Acidum boricum 20 mg, Antiox. (Natrii disulfis), Excip. ad solut. iniect. pro 1 ml
 

Fachinformationen Wirkstoffe (CliniPharm)

Borsäure - Calciumgluconat - Glucose - Magnesiumchlorid
 

Eigenschaften / Wirkungen

Vetaglucin-M ist eine Kombinationslösung, welche nach parenteraler Applikation den Kalzium-, Magnesium- und Glucosespiegel rasch und nachhaltig erhöht.
Kalzium und Magnesium sind an der neuromuskulären Reizübertragung beteiligt. Diese Reizübertragung ist vor allem bei verminderten Blutwerten, und als Folge davon, bei zu niedrigem Gehalt im Nerven- und Muskelgewebe gestört. Störungen des Kalzium- und Magnesium-Stoffwechsels sind vor allem bei Leistungskühen häufig.
Eine Hypokalzämie im Anschluss an die Geburt führt zu einer bis zum Festliegen fortschreitenden Lähmung der quergestreiften und glatten Muskulatur, zu Kreislaufschwäche und zu einer zunehmenden Trübung des Bewusstseins. Eine Hypomagnesämie äussert sich in neuromuskulären Exzitations- und Krampfzuständen, die zum Festliegen und zu rasch fortschreitender Bewusstseinstrübung führen können. In der Klinik treten jedoch häufig Krankheitsbilder auf, die nicht eindeutig einem Kalzium- oder Magnesiummangel zugeschrieben werden können, denn oft sind Verschiebungen der Serumkonzentrationen beider Ionen vorhanden. Bei der typischen Gebärparese liegt neben der ausgesprochenen Hypokalzämie gleichzeitig eine leichte Hypomagnesämie vor, und bei der puerperalen Hypomagnesämie, die meistens ohne tetanische Erscheinung zu Bewusstseinstrübung führen kann, ist neben dem massiven Magnesium-Mangel auch ein subnormaler Kalzium-Spiegel vorhanden.
Die Zusammensetzung von Vetaglucin-M berücksichtigt in erster Linie diese unsicheren Krankheitsbilder. Das Präparat kann aber auch ohne weiteres bei reinem Kalzium- oder Magnesium-Mangel angewendet werden. Der hohe Glucosegehalt in Vetaglucin-M liefert dem geschwächten Organismus sofortige Energie zur raschen Überwindung der Erkrankung und Vorbeugung einer sekundären Ketose.
 

Indikationen

Festliegen infolge puerperaler Hypokalzämie und/­oder Hypomagnesämie, Tetanien (Weide-, Stall- und Transporttetanie).
 

Dosierung / Anwendung

300-500 ml i.v.
Vetaglucin-M ist körperwarm, langsam und unter auskultatorischer Herzkontrolle zu infundieren. Wenn notwendig Wiederholung im Abstand von 12 Stunden.
 

Sonstige Hinweise

Vetaglucin-M enthält als Infusionslösung keine Konservierungsmittel und ist für die einmalige Entnahme bestimmt. Angebrochene Behältinisse sind zu vernichten.
Bei Raumtemperatur (15-25°C) lagern.
Das Medikament darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit "Verfall" bezeichneten Datum verwendet werden. Medikament für Kinder unerreichbar aufbewahren.
 

Packungen

Infusionslösung: 500 ml

Zulassung erloschen am: 31.05.2002

Abgabekategorie: B

 

Hersteller

B. Braun Medical AG, Schweiz

Swissmedic Nr. 50'285

Informationsstand: 03/2001

Dieser Text ist behördlich genehmigt.

 
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