Packungsbeilage Tierarzneimittel
Bei einer versehentlichen Überdosierung kann es zu einer reversiblen Hypotonie kommen. Die
Therapie erfolgt symptomatisch.
Nach einmal täglicher Gabe von 0,75 mg/kg bzw. 1,25 mg/kg über 6 Monate an gesunde, junge,
ausgewachsene Katzen wurden hyperplastische Gingivitis, eine reaktive lymphoide Hyperplasie in
den mandibulären Lymphknoten und eine verstärkte Vakuolisierung und Hyperplasie von Leydig-
Zellen beobachtet. Bei den gleichen Dosen waren die Kalium- und Chloridspiegel im Plasma
erniedrigt, und es wurde eine Zunahme des Harnvolumens zusammen mit einem verminderten
spezifischen Gewicht des Harns beobachtet. Bei einer kurzzeitigen Überdosierung unter
Praxisbedingungen sind diese Wirkungen nicht zu erwarten. In einer kleinen, zweiwöchigen
Verträglichkeitsstudie an gesunden Katzen (n = 4) wurden Dosen zwischen 1,75 mg/kg und 2,5
mg/kg verabreicht; es kam zu Mortalität (n = 1) und schwerer Morbidität (n = 1).
13.
BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE ENTSORUNG VON NICHT
VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER VON ABFALLMATERIALIEN, SOFERN
ERFORDERLICH
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Diese Massnahmen dienen dem Umweltschutz.
14.
GENEHMIGUNGSDATUM DER PACKUNGSBEILAGE
25.01.2019
15.
WEITERE ANGABEN
In einer klinischen Studie wurde eine für die Praxis repräsentative Stichprobe privat gehaltener
Katzen mit persistierender Hypertonie (systolischer Blutdruck [SBP] > 165 mmHg) auf eine einmal
tägliche Behandlung mit Amlodipin (Anfangsdosis 0,125 - 0,25 mg/kg, die bei unzureichendem
Ansprechen nach 14 Tagen auf 0,25 bzw. 0,50 mg/kg gesteigert wurde) oder Placebo randomisiert.
Der SBP wurde nach 28 Tagen gemessen und die Behandlung als erfolgreich eingestuft, wenn der
SBP um mindestens 15 % gegenüber dem Ausgangswert oder auf unter 150 mmHg gesenkt wurde.
Bei 25 von 40 (62,5 %) der mit Amlodipin behandelten Katzen war die Therapie erfolgreich,
verglichen mit 6 von 34 (17,6 %) der Katzen, die Placebo erhalten hatten. Die Wahrscheinlichkeit für
einen Behandlungserfolg bei mit Amlodipin behandelten Tieren ist ungefähr achtmal größer als bei
mit Placebo behandelten Katzen (Odds-Ratio 7,94; 95 % Konfidenzintervall 2,62 - 24,09).
Packungen:
Packungen mit 3x10, 10x10 oder 20x10 Tabletten im Umkarton.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrössen in Verkehr gebracht.
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