Myoton E2 ad us. vet., Injektions­lösung
PDF-Version:  Deutsch  Français 
Tierarzneimittel
Kompendium
der Schweiz
 

Dr. E. Graeub AG

Synthetisches Prostaglandin E2 für Rinder; Uterotonikum, Cervixrelaxans

ATCvet-Code: QG02AD02

 

Zusammensetzung

1 ml enthält:
Dinoprostonum1.25 mg
Ethanolum anhydricum
Triglycerida saturata media ad solut. inject.
 

Fachinformationen Wirkstoffe (CliniPharm)

Prostaglandin E2
 

Eigenschaften / Wirkungen

Der Wirkstoff von Myoton E2 ist Dinoproston, welches dem physiologischen Prostaglandin E2 (PGE2) entspricht. PGE2 zeigt eine hohe Affinität zu gewissen Rezeptortypen an den Myometriumzellen und anderen Geweben. Daher kommt es nach der Anwendung von Myoton E2 zu einer Erhöhung des Uterustonus und einer Erschlaffung der Zervix. Diese Eigenschaften können sowohl unter der Geburt als auch zur Ausstossung eines pathologischen Uterusinhaltes unterstützend genutzt werden. PGE2 wird entweder direkt in PGF oder PGE2 Metaboliten werden in entsprechende PGF Metaboliten umgewandelt. Wenige Minuten nach Injektion von PGE2 sind nur noch kleine Mengen der ursprünglich injizierten Dosis unverändert vorhanden.
 

Pharmakokinetik

Prostaglandine unterliegen einem ausserordentlich raschen und vollständigen Metabolismus. Untersuchungen mit Dinoproston an verschiedenen Tierarten zeigen nach intravenöser oder intramuskulärer Anwendung Halbwertzeiten von weniger als 30 Se­kun­den. Nach lokaler, intrazervikaler Anwendung von Dinoproston beim Rind konnten Metaboliten bereits nach 10 Minuten nachgewiesen werden. Die Halbwertzeit der Metaboliten liegt in einem Bereich von wenigen Minuten bis zu einer Stunde. Die Ausscheidung erfolgt hauptsächlich über den Harn.
 

Indikationen

Beschleunigung der Geburt bei primärer und sekundärer Wehenschwäche im Aufweitungsstadium und in der Austreibungsphase.
 
2.5 mg intravenös, entsprechen 2 ml Myoton E2 pro Tier
 

Anwendungseinschränkungen

Kontraindikationen

Trächtige Tiere, ausser für oben erwähnte Indikationen.
 

Vorsichtsmassnahmen

Überdosierung vermeiden. Nach intravenöser Applikation kann es zu einer Erhöhung der Herzfrequenz kommen.
 

Unerwünschte Wirkungen

VetVigilance: Pharmacovigilance-Meldung erstatten
 
Gelegentlich kann es während 5 Minuten nach Injektion zur Rötung der Konjunktiven und Skleren kommen. Bei Überdosierung kann vermehrter Speichelfluss, erhöhte Rumination sowie Durchfall beobachtet werden. Diese Symptome verschwinden innerhalb von 2 Stunden.
 
Keine
 

Wechselwirkungen

Prostaglandine können die Wirkungen von wehenanregenden Präparaten verstärken. Vorsicht ist geboten bei gleichzeitiger Verabreichung von Produkten, die mit dem Prostaglandin-Metabolismus interferieren (NSAIDs).
 

Sonstige Hinweise

Myoton E2 soll nicht mit der Haut in Kontakt kommen. Bei einer Kontamination muss die Hautstelle mit reichlich Wasser und Seife gewaschen werden.
Schwangere Frauen, Asthmatiker und Personen mit anderen Erkrankungen der Atemwege sollen nicht mit dem Präparat in Berührung kommen.
Medikament ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Im Kühlschrank (2 - 8°C) lagern.
Das Medikament darf nur bis zu dem auf der Packung mit "Exp" bezeichneten Datum verwendet werden.
Aufbrauchfrist nach erster Entnahme: 28 Tage
 

Packungen

Durchstechflasche zu 10 ml
Packungen zu 5 × 10 ml

Abgabekategorie: A

Swissmedic Nr. 56'836

Informationsstand: 07/2009

Dieser Text ist behördlich genehmigt.

 
©2019 - Institut für Veterinärpharmakologie und ‑toxikologie, Winterthurerstrasse 260, 8057 Zürich, Schweiz
Es kann keinerlei Haftung für Ansprüche übernommen werden, die aus dieser Webseite erwachsen könnten.