Danilon® équidos 1.5 g ad us. vet., Granulat
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Tierarzneimittel
Kompendium
der Schweiz
 

Dr. E. Graeub AG

Nichtsteroidaler Entzündungshemmer, Analgetikum und Antipyretikum für Pferde und Ponys

ATCvet-Code: QM01AA90

 

Zusammensetzung

Suxibuzonum 1.5 g; Arom.: Sacharinum natricum; Color.: E104; Excip. ad granulatum pro charta 10 g
 

Fachinformationen Wirkstoffe (CliniPharm)

Suxibuzon
 

Eigenschaften / Wirkungen

Suxibuzon ist eine synthetische, gut magenverträgliche Vorstufe (Prodrug) des bewährten Wirkstoffes Phenylbutazon. Nach oraler Verabreichung wird Suxibuzon aus dem Magen-Darm-Trakt resorbiert und in der Leber metabolisiert. Dabei entsteht Phenylbutazon mit den bekannten entzündungshemmenden, analgetischen und antipyretischen Wirkungen. Der Wirkungsmechanismus basiert auf einer Hemmung des Enzyms Cyclooxgenase, welches für die Synthese von Prostaglandinen erforderlich ist. Prostaglandine sind an der Übertragung peripherer Schmerzsignale und an der Entwicklung von Entzündungen beteiligt.
Suxibuzon ist als Vorstufe von Phenylbutazon besser magenverträglich als Phenylbutazon.
 

Pharmakokinetik

Suxibuzon wird rasch aus dem Magen-Darm-Trakt resorbiert und grösstenteils an Plasmaproteine gebunden. Die Metabolisierung erfolgt hauptsächlich durch Hydrolyse in der Leber. Dabei entsteht Phenylbutazon und sein aktiver Metabolit Oxyphenbutazon. Diese werden vorwiegend renal ausgeschieden.
 

Indikationen

Entzündungen und Schmerzen des Bewegungsapparates, z.B. bei Prellungen, Arthritis, Tendinitis, Tendosynovitis, Bursitis, Myositis.
 
Oral über das Kraftfutter verabreichen
 

Pferd

1. und 2. Tag:2 × täglich 2 Beutel/480 kg
(12.5 mg Suxibuzon/kg KGW pro Tag)
3. - 5. Tag:2 × täglich 1 Beutel/480 kg
(6.25 mg Suxibuzon/kg KGW pro Tag)
folgende Tage:1 × täglich 1 Beutel/480 kg
(3.1 mg Suxibuzon/kg KGW pro Tag)
oder jeden 2. Tag 1 Beutel/480 kg KGW
 
Die Dosis sollte auf die geringstmögliche Menge reduziert werden die für eine ausreichende klinische Antwort erforderlich ist.
 

Pony

Ponys sollten nur die Hälfte der für Pferde empfohlenen Dosis erhalten.
 
1. und 2. Tag:1 × täglich 1 Beutel/240 kg
(6.25 mg Suxibuzon/kg KGW pro Tag)
3. - 5. Tag:1 × täglich ½ Beutel/240 kg
(3.1 mg Suxibuzon/kg KGW pro Tag)
oder alle 2 Tage 1 Beutel
 
Die Dosis sollte auf die geringstmögliche Menge reduziert werden die für eine ausreichende klinische Antwort erforderlich ist.
 
Die Gabe von Heu kann zu einer verzögerten Resorption von Suxibuzon und einer daraus resultierenden verzögerten klinischen Wirksamkeit führen. Es wird empfohlen, kein Heu vor und während der Verabreichung von Danilon équidos zu füttern.
 

Anwendungseinschränkungen

Kontraindikationen

-Nicht anwenden bei Tieren, welche überempfindlich auf das Arzneimittel reagieren
-Nicht anwenden bei Vorliegen von
    ●Gastritis, Magen- und/oder Duodenalulzera, Enteritis
    ●Nieren-, Leber oder Herzerkrankungen
    ●Koagulopathie, Blutungen, Hämoglobinurie oder Ödemen nicht entzündlicher Genese
    ●Dehydrierung, Hypovolämie, Hypertension
 

Vorsichtsmassnahmen

Die Verträglichkeit von Danilon équidos während der Trächtikgeit und Laktation wurde nicht untersucht. Daher wird eine Anwendung in dieser Zeit nicht empfohlen.
Besondere Vorsicht ist geboten bei der Behandlung von sehr jungen Tieren (jünger als 12 Wochen) mit möglicherweise noch nicht vollständig entwickelter Leber- und Nierenfunktion, von älteren Tieren, bei denen diese Funktionen möglicherweise eingeschränkt sind sowie von Ponys. In diesen Fällen soll eine exakte Dosierung erfolgen und die Tiere regelmässig überwacht werden.
-Während der Behandlung muss Wasser ad libitum zugänglich sein.
-Bei längerer Behandlung soll der Blutstatus regelmässig kontrolliert werden.
-Wenn nach 2 Tagen noch keine Wirkung eingetreten ist, sollte die Behandlung abgebrochen und die Diagnose überprüft werden.
 

Unerwünschte Wirkungen

VetVigilance: Pharmacovigilance-Meldung erstatten
 
Folgende für die Gruppe der NSAID typischen Nebenwirkungen können auftreten:
-Anorexie, Gewichtsverluste
-Gastrointestinale Störungen (Schleimhautreizung, Colitis, Ulzera, Durchfall, Blut in den Faeces)
-verändertes Blutbild und Blutungen
-Hypoproteinämie und ventrales Ödem, was zu Bluteindickung, hypovolämischem Schock und Kreislaufkollaps führen kann
-Nierenversagen
-allergische Reaktionen
 
Beim Auftreten solcher Symptome muss die Behandlung abgebrochen und der Tierarzt informiert werden. Eine langsame Natriumbicarbonat-Infusion fördert die Ausscheidung von Phenylbutazon. Ponys reagieren empfindlicher als Pferde.
 
Nicht bei Equiden anwenden, die für die Gewinnung von Lebensmitteln vorgesehen sind.
 

Wechselwirkungen

Suxibuzon und seine Metaboliten werden in hohem Mass an Plasmaproteine gebunden und können mit anderen Wirkstoffen mit hoher Bindungsaffinität zu Plasmaproteinen wie z.B. Sulfonamide, Cumarin-derivate und andere konkurrieren. Der Wirkstoff kann aus der Proteinbindung verdrängt werden und es kann zu toxischen Konzentrationen des nicht-proteingebundenen pharmakologischen aktiven Wirkstoffs führen.
Nicht gleichzeitig mit anderen nicht-steroidalen Antiphlogistika und Glukokortikoiden verabreichen.
Die gleichzeitige Verabreichung von möglicherweise nephrotoxischen Arzneimitteln sollte vermieden werden.
 

Sonstige Hinweise

Bei Raumtemperatur (15°C - 25°C) und vor Feuchtigkeit geschützt lagern. Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit " Exp. " bezeichneten Datum verwendet werden. Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
 

Packungen

18 Beutel à 10 g
60 Beutel à 10 g

Abgabekategorie: B

 

Hersteller

Laboratorios Dr. Esteve S.A.:
Barcelona Spanien

Swissmedic Nr. 53'809

Informationsstand: 06/2017

Dieser Text ist behördlich genehmigt.

 
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