INFORMATION FÜR TIERHALTENDE  
Fachinformation für Medizinalpersonen siehe www.tierarzneimittel.ch  
PACKUNGSBEILAGE  
Oxytocin Stricker ad us.vet.,  
Injektionslösung für Wiederkäuer, Pferde, Schweine, Hunde und Katzen  
1.  
NAME UND ANSCHRIFT DER ZULASSUNGSINHABERIN UND, WENN  
UNTERSCHIEDLICH, DER HERSTELLERIN, DIE FÜR DIE  
CHARGENFREIGABE VERANTWORTLICH IST  
Zulassungsinhaberin und Herstellerin die für die Chargenfreigabe verantwortlich ist:  
Biokema SA, Chemin de la Chatanérie 2, 1023 Crissier, hotline@biokema.ch.  
2.  
BEZEICHNUNG DES TIERARZNEIMITTELS  
Oxytocin Stricker ad us. vet., Injektionslösung für Wiederkäuer, Pferde, Schweine, Hunde  
und Katzen.  
3.  
WIRKSTOFF(E) UND SONSTIGE BESTANDTEILE  
1 ml enthält:  
Wirkstoff:  
Oxytocin  
10 I.E.  
Klare, farblose und wässrige Injektionslösung.  
4. ANWENDUNGSGEBIET(E)  
Geburtshilfe: Wehenschwäche (die Geburt wird mit Oxytocin beschleunigt),  
Gebärmutterblutungen, Gebärmuttervorfall (Prolapsus uteri).  
Störungen in der Nachgeburtsphase: Fehlende Kontraktionen (fehlendes Zusammenziehen)  
der Gebärmutter.  
Störungen in der Milchproduktion: Entleerung des nicht melkbaren Anteils der Milch  
(Residualmilch), mangelnde Milchproduktion der Muttersau nach der Geburt  
(Agalaktiekomplex, MMA, PPDS).  
5.  
GEGENANZEIGEN  
Nicht anwenden bei ungeöffnetem Gebärmutterhals und bei Geburtshindernissen (z.B.  
Lageanomalien), Krampfwehen, drohendem Gebärmutterriss, Drehung der Gebärmutter,  
relativ zu grossen Früchten sowie Fehlbildungen der Geburtswege oder bei erniedrigten  
Kalzium- oder Glukosewerten im Blut.  
6.  
NEBENWIRKUNGEN  
Verstärktes Zusammenziehen der Gebärmutter. Gebärmutterriss (besonders bei  
Fleischfressern). Dauerkontraktion (Zusammenziehen) des Uterus mit blockiertem Blutfluss  
in den Nabelgefässen, Sauerstoffmangel beim Foetus und Reduzierung der Lebensfähigkeit  
der Foeten als Folge.  
Beim Schwein in Verbindung mit einer Behandlung zur Geburtseinleitung: Dauerkontraktion  
(Zusammenziehen) der Gebärmutter, verlängerte Geburtsdauer, vorzeitige  
Plazentaablösung.  
Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt  
sind, beim behandelten Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel  
nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.  
7.  
ZIELTIERART(EN)  
Für Wiederkäuer, Pferde, Schweine, Hunde und Katzen.  
8.  
DOSIERUNG FÜR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG  
Pferd  
1-2 ml (10-20 I.E.) in die Muskulatur oder bis zu 1 ml (bis zu 10 I.E.) in die  
Vene  
Rind  
4- 6 ml (40-60 I.E.) in die Muskulatur oder 1-3 ml (10-30 I.E.) in die Vene oder  
2-4 ml (20-40 I.E.) in die Muskulatur oder 1-2 ml (10-20 I.E.) in die Vene  
sakral  
Schwein  
Schaf, Ziege 1-2 ml (10-20 I.E). in die Muskulatur oder 0.5-1 ml (5-10 I.E.) in die Vene  
Hund  
Katze  
0.5-1 ml (5-10 I.E.) in die Muskulatur oder 0.3-0.6 ml (3-6 I.E.) in die Vene  
0.3-0.5 ml (3-5 I.E.) in die Muskulatur  
9.  
HINWEISE FÜR DIE RICHTIGE ANWENDUNG  
Bei intravenöser Injektion: Langsam in die Vene injizieren!  
Die Injektion darf innert zwei Stunden nicht wiederholt werden.  
10.  
WARTEZEIT(EN)  
Keine.  
11.  
BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE  
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.  
Im Kühlschrank lagern (2°C – 8°C).  
Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch des Behältnisses: 7 Tage bei Lagerung  
unterhalb 25 ºC.  
Das Tierarzneimittel darf nach dem auf dem Karton mit EXP angegebenen Verfalldatum  
nicht mehr angewendet werden.  
12.  
BESONDERE WARNHINWEISE  
Besondere Vorsichtsmassnahmen für den Anwender:  
Nach versehentlicher Selbstinjektion sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.  
Schwangere, insbesondere im letzten Drittel der Schwangerschaft, sollten den Umgang mit  
dem Produkt meiden, da der Wirkstoff Oxytocin Kontraktionen (ein starkes  
Zusammenziehen) der Muskulatur (z.B. der Gebärmutter) auslösen kann.  
Trächtigkeit:  
Nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden  
Tierarzt.  
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:  
Medikamente, welche zur Geburtsauslösung eingesetzt werden (zB Beta-Adrenolytika und  
Prostaglandine) verstärken die wehenfördernden Eigenschaften des Wirkstoffs Oxytocin.  
Überdosierung (Symptome, Notfallmassnahmen, Gegenmittel):  
Überdosierungen können zu:  
-
-
kurzzeitiger Gefässerweiterung und Blutdrucksenkung  
vermehrter Flüssigkeitsansammlung im Körper (Wasserretention), andauerndem  
Zusammenziehen der Gebärmutter mit blockiertem Blutfluss in den Nabelgefässen,  
Sauerstoffmangel beim Fötus und Reduzierung der Lebensfähigkeit der Foeten als  
Folge  
-
Erhöhung der Herzschlagfrequenz  
-
Gebärmutterriss  
-
-
schweren Geburtskomplikationen beim Pferd  
Geburtsverhaltung beim Schwein  
führen.  
Die Behandlung mit Oxytocin ist in diesen Fällen zu unterbrechen.  
Inkompatibilitäten:  
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit  
anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.  
13.  
BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE ENTSORUNG VON NICHT  
VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER VON ABFALLMATERIALIEN,  
SOFERN ERFORDERLICH  
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.  
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen  
sind. Diese Massnahmen dienen dem Umweltschutz.  
14.  
GENEHMIGUNGSDATUM DER PACKUNGSBEILAGE  
26.01.2022  
Weitere Angaben zu diesem Tierarzneimittel finden Sie unter www.swissmedic.ch und  
15.  
WEITERE ANGABEN  
Schachtel mit 1 Flasche zu 50 ml oder 100 ml.  
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrössen in Verkehr gebracht.  
Abgabekategorie B: Abgabe auf tierärztliche Verschreibung.  
Swissmedic 33'450.  
Falls weitere Informationen über das Tierarzneimittel gewünscht werden, setzen Sie sich  
bitte mit der im 1. Abschnitt genannten Zulassungsinhaberin in Verbindung.