Bovigen® Scour ad us. vet., Emulsion zu Injektion
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Tierarzneimittel
Kompendium
der Schweiz

Virbac (Switzerland) AG

Inaktivierter Impfstoff für trächtige Kühe und Rinder zur passiven Immunisierung (via Kolostrum) von Kälbern gegen durch Rotaviren, Coronaviren sowie E. coli (F5) verursachten Durchfall.

ATCvet-Code: QI02AL01

 

Zusammensetzung

Eine Dosis (3 ml) des Impfstoffs enthält:
Wirkstoffe: Bovines Rotavirus Stamm TM-91, Serotyp G6P1, inaktiviert ≥ 6,0 log2 (VNT)*
Bovines Coronavirus Stamm C-197, inaktiviert ≥ 5,0 log2 (HAH)**
Escherichia coli Stamm EC/17, inaktiviert, exprimierend F5 (K99) Adhäsine ≥ 45,2% Inhibition (ELISA)***
*VNT Virusneutralisationstest (Kaninchenserologie, induziert durch 23 einer Dosis des Impfstoffs)
**HAH Hämagglutinationshemmtest (Kaninchenserologie, induziert durch 23 einer Dosis des Impfstoffs)
***ELISA Enzyme-linked Immunosorbent Assay (Kaninchenserologie, induziert durch 23 einer Dosis des Impfstoffs)
Adjuvans: Montanide ISA 206 VG 1,6 ml
Hilfsstoffe: Formaldehyd max. 1,5 mg
Thiomersal max. 0,36 mg
Weisse, flüssige Emulsion, die während der Lagerung ein Sediment bilden kann.
 

Fachinformationen Wirkstoffe (CliniPharm)

Bovines Coronavirus - Bovines Rotavirus - Escherichia coli
 

Indikationen

Aktive Immunisierung trächtiger Kühe und Rinder zur Erhöhung der Antikörperspiegel gegen E. coli Fimbrienantigen F5 (K99) sowie Rota- und Coronaviren. Durch die Gabe des Kolostrums geimpfter Muttertiere an Kälber innerhalb der ersten Lebenswoche verringern diese Antikörper nachweislich:
den Schweregrad des Durchfalls, der durch bovine Rota- und Coronaviren sowie E. coli F5 (K99) verursacht wird,
die Inzidenz von Diarrhoe bei Kälbern, verursacht durch bovine Rota- und Coronaviren sowie E. coli F5 (K99) und,
die Virusausscheidung bei Kälbern, die mit Rota- oder Coronavirus infiziert sind.
Beginn der Immunität: Die passive Immunität beginnt mit der Kolostrum-Fütterung und ist davon abhängig, dass die Kälber nach der Geburt
ausreichend Kolostrum erhalten.
 

Dosierung / Anwendung

Eine Impfdosis beträgt 3 ml und wird intramuskulär verabreicht.
Der Impfstoff soll vor Anwendung Raumtemperatur erreichen.
Vor Gebrauch und gelegentlich während der Anwendung gut schütteln, um das Sediment vor Verabreichung aufzulösen.
Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch des Behältnisses: 10 Stunden.
Eine Dosis (3 ml) in jeder Trächtigkeit, verabreicht 12 bis 3 Wochen vor dem erwarteten Abkalben.
Kolostrum-Fütterung: Der Schutz der Kälber ist abhängig von der adäquaten Aufnahme von Kolostrum (passive Immunisierung durch darin enthaltene Antikörper) von geimpften Kühen. Es sind entsprechende Massnahmen zu treffen, um sicherzustellen, dass die Kälber in den ersten Tagen ihres Lebens ausreichende Mengen an Kolostrum erhalten. In Milchkuhherden sollte Kolostrum der ersten 6 - 8 Gemelke von vakzinierten Kühen gesammelt und kühl gelagert bzw. eingefroren werden. Die Kälber sollten daraufhin für die ersten zwei Lebenswochen aus diesem Vorrat täglich zweieinhalb bis drei Liter (entsprechend der Körpergrösse) erhalten: 3 Liter an Kälber mit einem Gewicht von 35 - 45 kg (z.B. Milchkälber des Typs Holstein-Friesian) bzw. bei sehr kleinen Kälbern (z.B. Jerseys) 2 - 2,5 Liter. Um optimale Ergebnisse zu erzielen und den Infektionsdruck im Bestand zu reduzieren, sollte die Impfung bei der gesamten Kuhherde durchgeführt werden.
 

Anwendungseinschränkungen

Kontraindikationen: Keine.
Vorsichtsmassnahmen: Die üblichen aseptischen Massnahmen bei der Impfung sind zu treffen. Für die Injektion sind sterile Spritzen und Kanülen zu verwenden; im Bereich der Impfstelle muss die Haut trocken und sauber sein. Besondere Vorsichtsmassnahmen für den Anwender: Dieses Tierarzneimittel enthält Mineralöl. Eine versehentliche (Selbst-)Injektion kann zu starken Schmerzen und Schwellungen führen, insbesondere bei einer Injektion in ein Gelenk oder den Finger. In seltenen Fällen kann dies zum Verlust des betroffenen Fingers führen, wenn er nicht umgehend ärztlich versorgt wird. Im Falle einer versehentlichen (Selbst-)Injektion ziehen Sie sofort einen Arzt zu Rate, selbst wenn nur geringe Mengen injiziert wurden, und zeigen Sie dem Arzt die Packungsbeilage. Sollten die Schmerzen länger als 12 Stunden nach der ärztlichen Untersuchung andauern, ziehen Sie erneut einen Arzt zu Rate.
 

Unerwünschte Wirkungen

VetVigilance: Vaccinovigilance-Meldung erstatten
 
Häufig (≥ 1 bis ≤ 10%) kann an der Injektionsstelle eine leichte Schwellung von 5 - 7 cm im Durchmesser auftreten, welche in manchen Fällen anfänglich mit einer lokal erhöhten Temperatur begleitet sein kann. Typischerweise gehen solche Schwellungen innerhalb von 15 Tagen zurück. Innerhalb von 24 Stunden nach der Impfung kann vorübergehend ein leichter Anstieg der Körpertemperatur (bis zu 0,8°C) beobachtet werden. Dieser geht innerhalb von 4 Tagen nach der Impfung zurück. Falls Sie unerwünschte Wirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, feststellen, melden Sie diese unter www.vaccinovigilance.ch.
 
Keine
 

Wechselwirkungen

Es liegen keine Informationen zur Unschädlichkeit und Wirksamkeit des Impfstoffes bei gleichzeitiger Anwendung eines anderen veterinärmedizinischen Produktes vor. Ob der Impfstoff vor oder nach Verabreichung eines anderen Tierarzneimittels verwendet werden sollte, muss daher fallweise entschieden werden.
Es wird empfohlen, innerhalb von 14 Tagen vor bzw. nach der Impfung mit diesem Produkt keine anderen Vakzinen anzuwenden.
 

Sonstige Hinweise

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Lagerung: Im Kühlschrank lagern (2 - 8°C). Vor Licht und Frost schützen.
Der Impfstoff darf nach Ablauf des Verfalldatums nicht mehr verwendet werden.
Leere und angebrochene Impfstoffbehältnisse einer Schadstoffsammelstelle übergeben.
 

Packungen

Faltschachteln zu je:
1 Durchstechflasche zu 15 ml (5 Dosen).
1 Durchstechflasche zu 90 ml (30 Dosen).
Bei 90-ml-Packungen wird empfohlen, eine automatisierte Dosierungsvorrichtung zu verwenden, um den Stopfen vor Zerstörung aufgrund von mehrfachem Durchstechen zu schützen.

Abgabekategorie: B

 

Hersteller

Pharmagal-Bio Ltd., Slowakei

IVI Nr. 1754

Informationsstand: 02/2018

Dieser Text ist behördlich genehmigt.

 
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