Vaxxitek HVT + IBD ad us. vet.
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Tierarzneimittel
Kompendium
der Schweiz

Biokema SA

Suspension und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension für Hühner

ATCvet-Code: QI01AD15

 

Zusammensetzung

Zusammensetzung

Eine Impfdosis enthält:
Wirksamer Bestandteil:
Rekombinantes vHVT013-69 Putenherpesvirus, mindestens3,6 log10 PBE*
Hilfsstoffeq.s.p. 1 Dosis
Lösungsmittel: 
Lösungsmittelq.s.p. 1 Dosis
* Plaque-bildende Einheit
 

Fachinformationen Wirkstoffe (CliniPharm)

Aviäres Herpesvirus
 

Zielspezies

Huhn
 

Eigenschaften / Wirkungen

Rekombinanter Lebendimpfstoff gegen Infektiöse Bursitis (Gumboro-Krankheit) und Mareksche Krankheit.
Der Impfstamm ist eine Rekombinante des Putenherpesvirus (HVT), die das protektive Antigen (VP2) des infektiösen Bursitis-Virus (IBDV), Stamm Faragher 52/70, exprimiert.
Der Impfstoff führt zur Ausbildung einer aktiven Immunität und einer serologischen Immunantwort gegen Infektiöse Bursitis und Mareksche Krankheit bei Hühnern.
 

Indikationen

Zur aktiven Immunisierung von Hühnern:
-Zur Verhinderung von Mortalität und zur Reduktion klinischer Symptome und Läsionen durch die Infektiöse Bursitis (Gumboro-Krankheit). Der Impfschutz beginnt nach 2 Wochen und hält bis zu 9 Wochen an.
-Zur Reduktion von Mortalität, klinischen Symptomen und Läsionen durch die Mareksche Krankheit. Der Impfschutz beginnt nach 4 Tagen. Eine einzige Impfung ist für den Schutz während des Risikozeitraumes ausreichend.
 

Dosierung / Anwendung

Zubereitung des Impfstoffes

-Während des Auftauens und Öffnens der Impfstoffampullen Schutzhandschuhe und Schutzbrille tragen.
-Nur die Ampullen aus dem Flüssigstickstoffbehälter entnehmen, die sofort verbraucht werden sollen.
-Den Inhalt der Ampullen rasch unter Schütteln im Wasserbad bei 25 - 30°C auftauen. Sofort mit dem nächsten Schritt fortfahren.
-Sobald der Impfstoff aufgetaut ist, sind die Ampullen zu öffnen. Dabei sollten die Ampullen auf Armlänge entfernt gehalten werden, um jede Verletzungsgefahr zu vermeiden, falls eine Ampulle zerbricht.
-Sobald die Ampulle geöffnet ist, ist der Inhalt in eine sterile 5 ml-Spritze aufzuziehen.
-Die Suspension in das Lösungsmittel übertragen (nicht verwenden, wenn Trübungen sichtbar sind).
-2 ml dieser verdünnten Suspension in der Spritze wieder aufziehen.
-Die Ampulle wird mit diesen 2 ml nochmals ausgespült und die Spülflüssigkeit dann wieder in die verdünnte Suspension übertragen. Den Spülvorgang ein- oder zweimal wiederholen.
-Dieser Vorgang - Auftauen, Öffnen, Übertragen und Spülen - wird für diejenige Anzahl Ampullen wiederholt, die mit dem Lösungsmittel aufbereitet werden soll: entweder 1 Ampulle mit 1000 Impfdosen pro 200 ml Lösungsmittel (oder 1 Ampulle mit 2000 Impfdosen pro 400 ml Lösungsmittel) zur subkutanen Verabreichung oder 4 Ampullen mit 1000 Impfdosen pro 200 ml Lösungsmittel (oder 4 Ampullen mit 2000 Impfdosen pro 400 ml Lösungsmittel) für die in-ovo-Applikation.
-Der wie oben beschriebe aufbereitete und verdünnte Impfstoff wird durch vorsichtiges Schütteln gemischt, um ihn gebrauchsfertig zu machen. Er sollte unmittelbar nach Zubereitung und innerhalb einer Stunde verwendet werden.
 

Dosierung

Subkutane Anwendung: Eine einmalige Injektion von 0,2 ml pro Küken im Alter von einem Tag.
In-ovo-Anwendung: Eine einmalige Injektion von 0,05 ml pro Hühnerei am 18. Tag der Bebrütung.
 

Anwendung

Der Impfstoff ist subkutan oder in-ovo zu verabreichen.
Zur in-ovo-Applikation kann ein automatischer Ei-Injektor verwendet werden. Das Gerät soll auf sichere und wirksame Abgabe der korrekten Dosis geprüft sein. Die Gebrauchsanweisung dieses Gerätes ist genau zu befolgen.
 

Anwendungseinschränkungen

Kontraindikationen

Nicht anwenden bei Hühnern in der Legephase oder zur Zucht genutzten Hühnern.
 

Vorsichtsmassnahmen

Nur gesunde Tiere impfen.
Unter Einhaltung üblicher aseptischer Vorsichtsmassnahmen verabreichen.
Als Lebendimpfstoff wird der Impfstamm von geimpften Tieren ausgeschieden und kann auf Puten übertragen werden. Direkten oder indirekten Kontakt zwischen geimpften Hühnerküken und Puten ist zu vermeiden.
 

Unerwünschte Wirkungen

VetVigilance: Vaccinovigilance-Meldung erstatten
 

Unerwünschte Wirkungen

Keine bekannt.
Falls unerwünschte Wirkungen auftreten, insbesondere solche die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, melden Sie diese unter www.vaccinovigilance.ch.
 

Wechselwirkungen

Bei subkutaner Anwendung

Studien belegen, dass der Impfstoff gemischt mit dem Impfstoff Cryomarex Rispens gegen Mareksche Krankheit (Stamm Rispens) verwendet werden darf. Die vorgelegten Daten zur Unschädlichkeit und Wirksamkeit belegen, dass der Impfstoff am selben Tag, aber nicht gemischt, mit dem Impfstoff Gallivac IB 88 gegen Infektiöse Bronchitis verwendet werden darf.
Es liegen keine Informationen zur Unschädlichkeit und Wirksamkeit des Impfstoffes bei gleichzeitiger Anwendung eines anderen Tierarzneimittel mit Ausnahme der oben genannten vor. Ob der Impfstoff vor oder nach Verabreichung eines anderen Tierarzneimittel verwendet werden sollte, muss daher fallweise entschieden werden.
 

Bei in-ovo-Applikation

Es sollte kein anderes Tierarzneimittel gleichzeitig mit diesem angewendet werden, da hierzu keine spezifischen Untersuchungen vorliegen.
 

Sonstige Hinweise

Ampullen, die versehentlich aufgetaut wurden, sind zu entsorgen und dürfen auf keinen Fall wieder eingefroren werden. Angebrochene Behälter mit verdünntem Impfstoff sind nicht wieder zu verwenden.
Nicht aufgebrauchter Impfstoff, leere Impfstoffbehältnisse oder kontaminierte Gerätschaften sind durch Autoklavieren oder Eintauchen in ein von der Behörde genehmigtes Desinfektionsmittel zu vernichten.
 

Lagerung

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.
Der Impfstoff in Flüssigstickstoff aufbewahren.
Den zubereiteten Impfstoff bei einer Temperatur bis zu 25°C aufbewahren.
Das Lösungsmittel bei einer Temperatur bis zu 30°C aufbewahren. Vor Licht und Frost schützen.
 

Packungen

Ampulle zu 1000 Impfdosen, Träger mit 5 Ampullen
Ampulle zu 2000 Impfdosen, Träger mit 4 Ampullen
Beutel zu 200 oder 400 ml Lösungsmittel

Abgabekategorie: B

 

Hersteller

Merial
Lyon/France

IVI Nr. 1750

Informationsstand: 01/2017

Dieser Text ist behördlich genehmigt.

 
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