Insol® Trichophyton ad us. vet.
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Tierarzneimittel
Kompendium
der Schweiz
 

Boehringer Ingelheim (Schweiz) GmbH

Inaktivierter Trichophytie-Impfstoff für Rinder, Suspension zur i. m. Injektion

ATCvet-Code: QI02AQ01

 

Zusammensetzung

1 ml der inaktivierten Vakzine enthält:

jeweils mind. 17 × 106 Mikrokonidien der folgenden Pilzstämme:
-Trichophyton verrucosum, Stamm Nr. 410
-Trichophyton mentagrophytes, Stamm Nr. 1032
Trichophyton sarkisovii, Stamm Nr. 551
und maximal 0,040 mg Thiomersal, in einer Glucose-Fleischextrakt-Suspension.
 

Fachinformationen Wirkstoffe (CliniPharm)

Trichophyton mentagrophytes - Trichophyton sarkisovii - Trichophyton verrucosum
 

Eigenschaften / Wirkungen

Die Verabreichung des Impfstoffes bewirkt die Ausbildung einer Immunität bei Rindern gegen die Trichophytie, verursacht durch Trichophyton verrucosum, Trichophyton mentagrophytes und Trichophyton sarkisovii.
Die im Impfstoff enthaltenen Impfstämme sind tierischen Ursprungs: Trichophyton verrucosum (Stamm Nr. 410) wurde von einem Rentier, Trichophyton mentagrophytes (Stamm Nr. 1032) von einem Pferd und Trichophyton sarkisovii (Stamm Nr. 551) von einem Kamel isoliert. Diese Impfstämme sind überaus spezifisch für Rinder.
 

Indikationen

Zur aktiven therapeutischen und prophylaktischen Immunisierung von Rindern gegen die Trichophytie.
Die erzeugte Immunität ist hauptsächlich eine zellvermittelte-Immunantwort und hält mindestens 12 Monate an.
 

Dosierung / Anwendung

Vor Gebrauch gut schütteln!
Die Impfdosis beträgt für Rinder
unter 70 kg Körpergewicht:2,5 ml
über 70 kg Körpergewicht:5,0 ml
Sowohl zur Prophylaxe, als auch zur Therapie, sind 2 intramuskuläre Injektionen im Abstand von 14 Tagen erforderlich.
Ist bei an Trichophytie erkrankten Tieren 2 Wochen nach der 2. Verabreichung noch keine eindeutige Abheilung der Haut- und Haardefekte erkennbar, wird eine 3. Injektion empfohlen.
Bei jeder Injektion sollte die Körperseite gewechselt werden.
Zur Aufrechterhaltung des Impfschutzes sollten Wiederholungsimpfungen nach prophylaktischer bzw. therapeutischer Anwendung in jährlichen Abständen erfolgen.
Die Impfung kann unabhängig vom Trächtigkeitsstadium erfolgen.
Ein Einfluss auf die Milchleistung wurde bisher nicht beobachtet.
 

Anwendungseinschränkungen

Kontraindikationen

Tiere mit Fieber und/oder mit trichophytieunabhängigen Symptomen einer infektiösen Erkrankung, sowie Tiere, die unter Kortikosteroid-Wirkung stehen, sollten nicht geimpft werden. Tiere im Alter unter 4 Wochen sind von der Impfung auszuschliessen. Nicht geimpft werden dürfen gestresste Tiere, insbesondere Tiere, die frisch eingestallt wurden. Eine subkutane Injektion ist zu vermeiden.
 

Vorsichtsmassnahmen

In seltenen Fällen wurden in der Praxis Infektionen mit Subspezies Trichophyton verrucosum ochraceum beobachtet, die mit einem atypischen Krankheitsverlauf, wie persistierende Trichophytiesymptomatik, multiple, tiefe und zum Teil blutige Hauterosionen, einhergehen.
In solchen Fällen muss nach Impfung mit einer verzögerten bzw. mangelnden Wirksamkeit gerechnet werden. Durch Wiederholungsimpfung und eventuell gleichzeitiger topischer Behandlung (z.B. Waschungen) mit geeigneten Produkten kann ein Therapieerfolg erzielt werden.
 

Inkompatibilitäten

Nicht mit andern Impfstoffen/immunologischen Produkten mischen.
 

Unerwünschte Wirkungen

VetVigilance: Vaccinovigilance-Meldung erstatten
 
In seltenen Fällen können leichte Schwellungen an der Injektionsstelle auftreten (vorwiegend nach versehentlicher subkutaner Injektion) , die symptomlos abheilen.
 
In Ausnahmefällen (ca. 0,05%) können Schockreaktionen in Form von Dyspnoe, Lungenödem, rötlicher Schaum um Maul und Nase sowie starkes Schwitzen auftreten (Todesfälle können in 0,01% der geimpften Tiere auftreten). In diesen Fällen ist eine symptomatische Behandlung durch Verabreichung von Adrenalin, Glukokortikoiden und Antihistaminika, eventuell zusammen mit einer Kalziumgabe, angezeigt.
 
Bei Tieren, die sich zum Zeitpunkt der Impfung im Inkubationsstadium befinden, kann es trotz Impfung zum Ausbruch der Erkrankung kommen. Die Hautveränderungen heilen jedoch innerhalb von 2 - 4 Wochen nach der 2. Injektion ab.
 
Bei einer Überdosierung kann es zu leichten lokalen Unverträglichkeitsreaktionen kommen.
Falls unerwünschte Wirkungen auftreten, insbesondere solche die nicht aufgeführt sind, melden Sie diese unter www.vaccinovigilance.ch.
 
Essbares Gewebe:3 Tage
Milch:keine
 

Wechselwirkungen

Bisher wurden keine Wechselwirkungen bekannt.
Wie generell bei allen Impfungen sollten jedoch zwischen, sowie innerhalb von 14 Tagen vor und nach den Impfungen keine anderen Immunisierungen vorgenommen werden.
 

Sonstige Hinweise

Besondere Vorsichtsmassnahmen für Personen bei Anwendung des Produktes

Versehentlicher Kontakt mit der Haut sollte vermieden werden. Im Falle eines versehentlichen Verschüttens des Impfstoffes auf die Haut ist diese mit Wasser abzuwaschen. Versehentliche Selbstinjektion kann zu vorübergehenden leichten Schwellungen an der Injektionsstellle oder ernsten nebenwirkungen führen. Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett dem Arzt zu zeigen.
 

Lagerung

Kühl lagern und transportieren (+2°C - +8°C).
Vor Licht und Frost schützen.
 

Haltbarkeit

Nach Anbruch der Flasche ist der Impfstoff bei ordnungsgemässer Entnahme und kühler Lagerung noch 14 Tage verwendbar.
Das Präparat darf nur bis zu dem auf der Packung mit "EXP" bezeichneten Datum verwendet werden.
 
Entleerte Behälter unschädlich beseitigen.
 
Hinweise
Impfstoff für Kinder unzugänglich aufbewahren.
 

Packungen

Durchstechflasche zu 50 ml

Abgabekategorie: B

IVI Nr. 1486

Informationsstand: 11/2017

Dieser Text ist behördlich genehmigt.

 
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