Hyperici herba; Herba hyperici - Organoleptische Angaben
Arzneipflanzen
Phytotherapie
 

Aussehen

-Der verzweigte, kahle Stängel weist 2 mehr oder weniger hervortretende Längsleisten auf. Die Laubblätter sind gegenständig, sitzend, ohne Nebenblätter, länglich oval und 15-30 mm lang. An den Blatträndern befinden sich Drüsen, die als schwarze Punkte erscheinen, und auf der gesamten Blattoberfläche sitzen viele kleine, stark lichtdurchlässige Exkretionsdrüsen, die im durchscheinenden Licht sichtbar sind. Die regelmässigen Blüten bilden an den Stängelspitzen doldentraubenartige Büschel. Sie bestehen jeweils aus 5 grünen, spitzen Kelchblättern mit schwarzen Exkretionsdrüsen an den Rändern, 5 orangegelben Kronblättern, gleichfalls mit schwarzen Exkretionsdrüsen an den Rändern, zahlreichen orangegelben Staubblättern, die in 3 Bündeln stehen, sowie 3 Fruchtknoten, überragt von roten Griffeln.
-Die Droge kann auch folgende Bestandteile enthalten: unreife und reife Früchte und Samen; unreife Früchte sind grün oder gelblich, unreife Samen weisslich. Gelegentlich können reife Früchte vorhanden sein, die als 3-teilige Trockenkapseln vorliegen und zahlreiche Samen enthalten. Die Kapseln sind braun, oval, mehr oder weniger breit, 5-10 mm lang und zeigen breite, linealische oder punktförmige Drüsen, unregelmässig gestreifte Kanäle mit Sekret. Die braunen bis fast schwarzen reifen Samen sind 1-1.3 mm lang, zylindrisch oder dreieckig, fein längs punktiert und an beiden Enden kurz zugespitzt (Ph. Eur., 2014).
-Das Pulver ist grünlich gelb (Ph. Eur., 2014).
 

Geruch

Schwach (Reichling et al., 2016).
 

Geschmack

Herb bitter, adstringierend (Reichling et al., 2016); herb-bitter (Hänsel & Sticher, 2010).
 
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