Menthae piperitae folium; Folium menthae piperitae - Verwendete Pflanzenteile
Arzneipflanzen
Phytotherapie
 

Definition

Nach Ph. Eur. 8: Die getrockneten ganzen oder geschnittenen Blätter von Mentha x piperita L.
 
Gehalt:
-Mindestens 12 ml/kg ätherisches Öl in der ganzen Droge und mindestens 9 ml/kg ätherisches Öl in der geschnittenen Droge (Ph. Eur., 2014).
 
Prüfung auf Reinheit:
-Fremde Bestandteile: höchstens 5% Stängelanteile mit einem Durchmesser von höchstens 1.5 mm; höchstens 2% andere fremde Bestandteile; höchstens 8% durch Puccinia menthae (Pfefferminzrost) braun gefleckte Blätter. Die Prüfung wird mit 10 g Droge durchgeführt.
-Wasser: höchstens 110 ml/kg, mit 20 g Droge bestimmt.
-Asche: höchstens 15% (Ph. Eur., 2014).
 
Extraktionsverfahren:
-Heisswasser (Aufguss; Aichberger et al., 2012; Brendieck-Worm et al., 2015; EMA, 2008; Reichling et al., 2016)
-Ethanol 45% V/V (Tinktur; EMA, 2008)
-Ethanol 70% V/V (Tinktur; EMA, 2008)
 
Verfälschungen: Relativ selten, da die Droge aus Kulturen stammt, jedoch Beimengungen der Blattdroge von Mentha arvensis var. piperascens möglich. Diese sind nur anhand der Dünnschichtchromatographie zu unterscheiden: in Mentha arvensis fehlt Menthofuran oder ist nur in Spuren vorhanden (Wichtl, 2009).
 

Übliche Zubereitungen

Blätter als Tee, Pulver, Trockenextrakt, Tinktur, Tropfen, Spray, Öl, Lutschtabletten, Kaubonbons, Pastillen, Salben und Balsam (Brendieck-Worm & Melzig, 2018; EMA, 2008; Pharmavista, 2016; Ph. Eur., 2014; Reichling et al., 2016; Wichtl, 2009).
 
 
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