Therapieleitlinien

Wichtige Hinweise

Grundsätzliches

Pyometra betrifft 26% der intakten Hündinnen, das Risiko steigt mit zunehmendem Alter: haben die Hündinnen erst 10% ihrer mittleren Lebenserwartung erreicht, so beträgt das Risiko 11%, haben sie bereits 90-100% ihrer mittleren Lebenserwartung erreicht, so beträgt das Risiko 39%. Die Erkrankung tritt meist nach dem Östrus während der Lutealphase (rund 60%) auf, sie kann aber in jeder Zyklusphase sowie nach exogener Hormongabe vorkommen. Die Pathogenese der Pyometra ist nicht vollständig bekannt, aber man geht von einem polyfaktoriellen Geschehen aus. Hormonelle Imbalanzen aufgrund von Ovarfunktionsstörungen, aszendierende Bakterien (insbesondere toxinbildende), lokale Resistenz- und Immunschwäche, die Steroidrezeptorexpression im Uterus, Endometriumsveränderungen und exogene Hormonzufuhr sind beteiligte Störfaktoren (Mit der Krankheit sind zahlreiche klinische Symptome verbunden, die in schweren Fällen lebensbedrohlich sein können. Die Diagnose ist mittels Ultraschalluntersuchung einfach zu stellen, Die Ovariohysterektomie (OHE) ist die sicherste und effizienteste Behandlung, in ausgewählten Fällen kann eine konservative Behandlung möglich sein.
 
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