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Interleukin-31 (IL-31) und atopische Dermatitis (AD)

Die Pathophysiologie der AD ist komplex. Möglicherweise begünstigt eine defekte Hautbarriere die Anhaftung von Bakterien, das Eindringen allergener Proteine und somit die Entstehung entzündlicher und allergischer Reaktionen. Die Immunantwort wird anfänglich von Typ2-T-Helferzellen (TH2) dominiert, welche die Produktion von verschiedenen Zytokinen wie beispielsweise Interleukin IL-4, -5, -13 und -31 stimulieren. Diese sind unter anderem für die Entstehung des Juckreizes und der Entzündung verantwortlich, wobei dem pruritogenen Zytokin IL-31 bei der Stimulation des Juckreizes eine Schlüsselfunktion zukommt (Nuttall 2019a). Bei der Mehrheit der Hunde mit AD können erhöhte IL-31 Serumspiegel nachgewiesen werden (Gonzales 2013a; Gonzales 2016a; Michels 2016b). In einer Studie mit Beagle-Hunden wurde eine positive Korrelation zwischen dem Schweregrad der AD und den IL-31 Serumspiegeln festgestellt (Marsella 2018a).
 

Wirkungsort und -mechanismus

Lokivetmab ist ein caninisierter, monoklonaler Antikörper der IgG-Klasse, der gegen canines Interleukin-31 (IL-31) gerichtet ist und bei Hunden mit atopischer Dermatitis (AD) zur Unterbrechung des "Juckreiz-Kratz-Zyklus" und somit zur Linderung der Beschwerden eingesetzt wird (Souza 2018b; EMA 2017a). Die Blockade von IL-31 durch Lokivetmab verhindert, dass das Zytokin an seinen Rezeptor bindet, wodurch die IL-31 vermittelte Zellsignalisierung verhindert wird. Dadurch werden der Juckreiz und die Entzündung, welche durch die AD bedingt sind, gelindert (EMA 2019a), was wiederum zur Normalisierung der Hautbarrierefunktion und zu einer Abnahme des transepidermalen Flüssigkeitsverlustes führt (Szczepanik 2019a).
 

Wirkungsstärke

Die Wirkungsstärke von Lokivetmab ist vergleichbar mit derjenigen von oralem Prednisolon (Gedon 2018a). Die juckreizhemmende Wirkung von Lokivetmab war in einer vergleichenden Studie derjenigen von Ciclosporin überlegen; die Wirkung beider Behandlungen auf die Hautläsionen waren vergleichbar (Moyaert 2017a).
© {{ new Date().getFullYear() }} - Institut für Veterinärpharmakologie und ‑toxikologie

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