Die Akzeptanz der Kautablette ist aufgrund des hinzugefügten Schweineleberaromas gross (EMA 2013c). Über 90% der getesteten Hunde frassen die Kautablette freiwillig (Meadows 2014a).
Die Kautablette sollte zusammen mit Futter, oder um den Fütterungszeitpunkt verabreicht werden (Walther 2014e; EMA 2013c).
Die Tabletten sollten nicht gebrochen oder geteilt werden (EMA 2013c).
Das Medikament darf nicht in Abständen von weniger als 8 Wochen angewendet werden (EMA 2013c).
Die Tabletten können bei Hunden bereits ab einem Alter von 8 Wochen und 2 kg Körpergewicht sowie bei Zuchttieren, trächtigen und säugenden Hündinnen angewendet werden (EMA 2013c).
Das Baden oder Shamponieren des Hundes ab dem 3. Tag nach der topischen Applikation des Bravecto®-Spot on Präparates, beeinflusst die Wirksamkeit von Fluralaner nicht (Taenzler 2016b).
Der Kontakt mit Wasser (ohne Shampoo) 1 Stunde vor und > 12 Stunden nach der topischen Applikation des Wirkstoffes beeinflusst die akarizide Wirkung nicht (Dongus 2017a).
Für Hühner existiert eine Lösung zum Eingeben über das Trinkwasser (Exzolt®) mit 10 mg/ml Fluralaner. Die Dosierung für Geflügel beträgt 0,5 mg Fluralaner pro kg Körpergewicht (entsprechend 0,05 ml des Tierarzneimittels Exzolt®) und wird zweimal im Abstand von 7 Tagen verabreicht. Ist eine weitere Behandlung erforderlich, so sollte der Abstand zwischen zwei Behandlungszyklen mindestens 3 Monate betragen (EMA 2017c).
Für die Behandlung eines Geflügelbestandes wird der Zeitraum (zwischen 4 und 24 Stunden) bestimmt, über den das medikierte Trinkwasser am Behandlungstag verabreicht werden soll. Dieser Zeitraum muss lang genug sein, damit alle Tiere die benötigte Dosis aufnehmen können. Basierend auf dem Wasserverbrauch des Vortages wird bestimmt wieviel Wasser die Hühner während der Behandlung aufnehmen werden; das Tierarzneimittel wird der Wassermenge hinzugefügt, die die Hühner an einem Tag aufnehmen. Es sollte keine andere Trinkwasserquelle während der Medikationsphase verfügbar sein. Die benötigte Menge des Tierarzneimittels (ml) für jeden Behandlungstag wird aus dem Gesamtkörpergewicht (kg) der gesamten zu behandelnden Geflügelherde berechnet:
Volumen des Tierarzneimittels (ml) pro Behandlungstag = Gesamtkörpergewicht (kg) der zu behandelnden Hühner × 0,05 ml/kg (EMA 2017c)
Zur optimalen Kontrolle eines Flohbefalls sollte das Medikament in Abständen von 12 Wochen verabreicht werden (EMA 2013c).
Zur optimalen Kontrolle des Zeckenbefalls hängt der Zeitpunkt der Wiederholungsbehandlung von der Zeckenspezies ab; für Ixodes ricinus (Wengenmayer 2014a), Dermacentor reticulatus und Dermacentor variabilis beträgt diese 12 Wochen, für Rhipicephalus sanguineus 8 Wochen (EMA 2013c).
Hunde mit einem MDR1 / ABCB1-Gendefekt tolerieren den Wirkstoff gut (EMA 2013c; Walther 2014d).
Die Gabe eines Breitspektrumanthelminthikums mit den Wirkstoffen Milbemycin-Oxim und Praziquantel zusammen mit Fluralaner wird von Hunden gut vertragen (Walther 2014a).
Fluralaner kann bei Hunden bedenkenlos zusammen mit Halsbändern, welche den Wirkstoff Deltamethrin beinhalten (Scalibor®), angewendet werden (Walther 2014b).
Katzen vertragen die gleichzeitige topische Applikation von Fluralaner (Bravecto®-Spot on) und Emodepsid/Praziquantel (Profender®-Spot on) gut. Die Tiere bekamen in einer klinischen Studie die maximal empfohlene Dosis von 6,25 mg/kg Emodepsid, 25 mg/kg Praziquantel und 93 mg/kg Fluralaner insgesamt 6-mal alle 4 Wochen topisch als Spot on verabreicht. Dabei konnten keine unerwünschten Wirkungen, die in Zusammenhang mit der kombinierten Verabreichung der Wirkstoffe stehen, festgestellt werden (Walther 2016a).
Das kommerziell erhältliche Kombinationspräparat mit den Wirkstoffen Fluralaner und Moxidectin (Bravecto® Plus-Spot on) wurde von Katzen mit einem Mindestalter von 10 Wochen und einem Körpergewicht von ≥ 1,2 kg gut vertragen und wirkte gegen Nematoden vergleichbar gut wie die Wirkstoffkombination Emodepsid und Praziquantel (Profender®-Spot on) (Rohdich 2018a).
Die gleichzeitige topische Anwendung von Fluralaner plus Moxidectin (Bravecto® Plus-Spot on) und Praziquantel (Droncit®-Spot on) wird von Katzen in der empfohlenen Maximaldosis gut vertragen (Walther 2018a).
| - | 40 - 94 mg/kg (Demuth 2003a) |
| - | 28 mg/kg einmalig; kann bei generalisierter Demodikose zur vollständigen klinischen Abheilung führen (Matricoti 2017a) |
| - | 26 - 34 mg/kg (Duangkaew 2018b) |
| - | 32,1 - 55,6 mg/kg; wirkt sehr effizient gegen Lynxacarus radovskyi und verhindert eine Reinfestation für mindestens 42 Tage (Han 2016a) |
| - | 25 - 56 mg/kg (Demuth 2003a) |
| - | 25 - 56 mg/kg |
| - | 2 - 4,5 kg KGW: 112,5 mg |
| - | > 4,5 - 10 kg KGW: 250 mg |
| - | > 10 - 20 kg KGW: 500 mg |
| - | > 20 - 40 kg KGW: 1000 mg |
| - | > 40 - 56 kg KGW: 1400 mg (EMA 2013c) |
| - | 1,5 mg/kg (bis maximal 2,5 mg/kg); zwischen zwei Behandlungen ist ein Abstand von 54 Tagen einzuhalten. Darf bei Tieren mit einem Körpergewicht von weniger als 6 kg nicht angewendet werden (APVMA 2022a) |
| - | 1,5 mg/kg (bis maximal 2,5 mg/kg); zwischen zwei Behandlungen ist ein Abstand von 54 Tagen einzuhalten. Darf bei Tieren mit einem Körpergewicht von weniger als 6 kg nicht angewendet werden (APVMA 2022a) |
| - | 0,5 mg/kg 2 × im Abstand von 7 Tagen als Lösung zum Eingeben über das Trinkwasser (Prohaczik 2017a) |
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