mdi-magnify Wirkstoff Suchen Tierarzneimittel Produkte & Futter


mdi-book-open-variant Impressum mdi-help Hilfe / Anleitung mdi-printer Webseite ausdrucken mdi-bookmark Bookmark der Webseite speichern mdi-magnify Suche & Index Wirkstoffe mdi-sitemap Sitemap CliniPharm/CliniTox-Webserver mdi-home Startseite CliniPharm/CliniTox-Webserver mdi-email Beratungsdienst: Email / Post / Telefon

Anwendungssicherheit

Die Sicherheit bei Hunden und Katzen nach topischer Verabreichung oder akzidenteller oraler Aufnahme ist unabhängig von Alter und Rasse gut (Bishop 2000a; Boy 2000a; Six 2000a). Selamectin wird von allen Hunderassen und auch von Avermectin-sensitiven Collies gut toleriert (Bishop 2000a; Ochs 2002a). Der Wirkstoff wird auch von trächtigen und säugenden Hündinnen und Katzen, von Zuchttieren sowie von Welpen in Alter von sechs Wochen und älter gut vertragen. Die Prüfung erfolgte an reinrassigen (mehr als 100 Rassen) und gemischtrassigen Hunden, sowie an reinrassigen (16 Rassen) und gemischtrassigen Katzen (Demuth 1999a).
 

Mäuse

30 mg/kg:Keine klinischen Nebenwirkungen (Bishop 2000a)
100 mg/kg:Wirkstoff wird gut toleriert, doch milde und vorübergehende Symptome (erhöhte Respirationsrate und Muskelschwäche) treten auf, doch bei allen Mäusen verschwanden diese innerhalb von 24 h nach Behandlung (Bishop 2000a).
300 mg/kg:Milde Nebenwirkungen, Ptosis und Piloerektion bleiben bis 24 h bestehen (Bishop 2000a).
 

Hund

Eine Studie wurde durchgeführt, um die Sicherheit von Selamectin bei der empfohlenen Dosierung von 6 - 12 mg/kg zu bestimmen:
-Keine Nebenwirkungen bei 6 Wochen alten Hunden (Novotny 2000a).
-Selamectin zeigte keine negativen Auswirkungen auf die Reproduktion von adulten männlichen und weiblichen Zuchthunden (Novotny 2000a). Die Behandlung von Zuchthündinnen während der Trächtigkeit und Laktation ist sicher und äusserst wirksam zur Behandlung von adulten T. canis-Infektionen beim Muttertier und zur Infektionsprävention bei deren Welpen (Payne-Johnson 2000a).
-Es kam zu keinen Nebenwirkungen bei mit adulten D. immitis infizierten Hunden (Novotny 2000a; Ochs 2002a).
-Die orale Verabreichung der topischen Rezeptur verursachte keine Nebenwirkungen (Hair 2000a; Novotny 2000a).
 

Avermectin-sensitive Collies

Die Anwendung ist auch bei Hunden sicher, die gegenüber anderen Avermectinen empfindlich reagieren. Auch nach der Applikation der 5-fachen therapeutischen Dosis traten keine Nebenwirkungen auf (Demuth 1999a; Novotny 2000a).
 
Avermectin-sensitive Collies tolerieren Selamectin in viel höheren Dosierungen als Milbemycinoxim oder Dihydroavermectin (Bishop 2000a). Die orale Verabreichung von Selamectin an Avermectinsensitive Collies in einer Dosis von 15 mg/kg (1,2 - 2,1 × die empfohlene topische Dosis) verursachte keine Nebenwirkungen. Trotzdem erfolgte bei einem Hund nach einer oralen Verabreichung von 5 mg/kg eine milde Ataxie (Hair 2000a).
 

Katze

Selamectin zeigt bei adulten männlichen und weiblichen Zuchtkatzen und bei mit Herzwürmern infizierten Katzen keine Nebenwirkungen (Krautmann 2000a).
 
Die orale Verabreichung der topischen Rezeptur, die akzidentell erfolgen könnte, verursachte milde, intermittierende, selbstlimitierende Salivation und Erbrechen (Krautmann 2000a; Hair 2000a; Ochs 2002a)
 
Selamectin ist sicher in der Anwendung bei jungen Katzen im Alter von 6 Wochen (Krautmann 2000a)
 

Chronische Toxizität

Hund

Selamectin wurde Hundewelpen (ab dem Alter von 6 Wochen) 7 × monatlich topisch mit der dreifachen, fünffachen und zehnfachen empfohlenen Dosis (6 mg/kg) verabreicht. Die Behandlung zeigte keine Nebenwirkungen (Hair 2000a). Die topische Verabreichung von Selamectin einmal monatlich während 3 Behandlungen mit der 3-fach empfohlenen Minimaldosierung von 6 mg/kg wurde von Hunden, infiziert mit lebenden adulten D. immitis, problemlos vertragen (Hair 2000a).
 
Die topische Verabreichung von Selamectin einmal alle 14 Tage über 17 Behandlungen an männliche Hunde und alle 28 Tage an Hündinnen mit der dreifacher empfohlenen Minimaldosierung (6 mg/kg) zeigte keine Wirkungen auf die Gesundheit oder den Reproduktionsstatus der männlichen und weiblichen Zuchttiere (Hair 2000a).
 

Avermectin-sensitive Collies

Drei topische monatliche Applikationen mit der einfachen, dreifachen und fünffachen empfohlenen Minimaldosis (6 mg/kg) werden von Avermectin-sensitiven Collies problemlos vertragen. Salivation wurde sporadisch beobachtet (Hair 2000a).
 

Katze

Selamectin (6 mg/kg topisch monatlich appliziert) ist in der Anwendung bei jungen Katzen im Alter von 6 Wochen, bei herzwurminfizierten Katzen sicher (Krautmann 2000a; Hair 2000a). Selamectin wurde Katzenwelpen (ab dem Alter von 6 Wochen) 7 × monatlich die einfache, dreifache, fünffache und zehnfache empfohlene Dosierung (6 mg/kg) verabreicht. Dabei sind keine Nebenwirkungen aufgetreten (Hair 2000a). Die viermalige empfohlene Dosierung monatlich während 6 Monaten an Katzen, infiziert mit lebenden adulten D. immitis, verabreicht wird von den Tieren gut vertragen (Hair 2000a). Die topische Verabreichung alle 14 Tage während 16 - 17 Behandlungen mit der dreifachen empfohlenen Dosis (6 mg/kg) beeinträchtig weder die Gesundheit noch den Reproduktionsstatus bei männlichen Katzen. Eine monatliche Verabreichung der dreifachen Dosis beeinflusst weder die Gesundheit noch die Reproduktion bei weiblichen Katzen (Hair 2000a).
 

Umwelttoxizität

Selamectin kann Fische oder bestimmte Wasserorganismen, die Fischen als Nahrung dienen, nachteilig beeinflussen. Leere Behältnisse und nicht verwendete Arzneimittel sollten zusammen mit dem Hausmüll entsorgt werden, um so eine Kontamination von Gewässern zu vermeiden (Demuth 1999a).
© {{ new Date().getFullYear() }} - Institut für Veterinärpharmakologie und ‑toxikologie

Es kann keinerlei Haftung für Ansprüche übernommen werden, die aus dieser Webseite erwachsen könnten.