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Anwendungssicherheit

Pregabalin zeigt in Tierversuchen einen breiteren therapeutischen Index als andere Antiepileptika wie z.B. Phenobarbital, Phenytoin, Carbamazepin, Valproat und Lamotrigin (Vartanian 2006a).
 

Akute Toxizität

Das Zentralnervensystems wird bei einer Überdosierung nur mässig beeinträchtigt (Vartanian 2006a).
 

Symptome

Schläfrigkeit bis hin zum Koma, Verwirrtheit, Bewegungsdrang und Unruhe sind als Symptome einer Intoxikation zu erwarten (Schaefer 2013a).
 

Reproduktion (Embryo- / Fetotoxizität)

Nager

Tierversuche an Mäusen und Ratten ergaben Hinweise auf eine Reproduktionstoxizität mit Malformationen des Skeletts, Defekte des Neuralrohrs, einer erhöhten Abortrate, Entwicklungsverzögerung sowie Verhaltensstörungen (Winterfeld 2016a; Plumb 2011a). Pregabalin tritt bei Ratten in die Plazenta über und wurde in der Milch nachgewiesen (Schaefer 2013a).
 

Mensch

Beim Menschen erhöht sich das Risiko für fetale Missbildungen, wenn der Wirkstoff während der Schwangerschaft eingenommen wird (Winterfeld 2016a).
 

Therapie bei Überdosierung

Ein spezifisches Antidot für Pregabalin ist nicht bekannt. Bei einer Überdosierung sind allgemeine, unterstützende Massnahmen zu ergreifen und bei Bedarf eine Blutwäsche einzuleiten. Das Medikament kann aufgrund seiner pharmakokinetischen Eigenschaften mittels Hämodialyse und/oder Hämofiltration wirkungsvoll entfernt werden (Schaefer 2013a). Von Pregabalin-Intoxikationen beim Menschen, bei welchen lediglich eine unterstützende symptomatische Therapie zur totalen Genesung führte, wurde berichtet (Wood 2010a). Falls nur kleine bis mittelgrosse Mengen eingenommen wurden, ist eine Magenspülung nicht zwingend notwendig, sofern eine unverzügliche perorale Gabe von Aktivkohle veranlasst wird (NCBI 2011a).
© {{ new Date().getFullYear() }} - Institut für Veterinärpharmakologie und ‑toxikologie

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