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Absorption

Beim Hund wird Maropitant sowohl nach oraler, als auch nach subkutaner Applikation schnell resorbiert. Gleichzeitige Gabe von Futter hat keinen Einfluss auf die orale Bioverfügbarkeit (Benchaoui 2007a; EMEA 2006f).
 
Bei der Katze wird Maropitant nach subkutaner Applikation vollständig resorbiert, die Bioverfügbarkeit liegt bei 117%. Nach oraler Applikation beträgt die Bioverfügbarkeit 40 - 50% (Hickman 2008a).
 

Verteilung

Hund

Das Verteilungsvolumen im Steady-State liegt nach intravenöser Injektion von 1 - 2 mg/kg zwischen 4,4 - 7,0 l/kg.
 
Maropitant passiert die Blut-Hirn-Schranke, das Verhältnis der Konzentration im ZNS zur Konzentration im Plasma beträgt nach 2 Stunden 1,8, nach 4 Stunden 1,5 und nach 8 Stunden 3,6 (EMEA 2006f; De la Puente-Redondo 2007b).
 

Metabolismus

Hund

Maropitant wird in der Leber durch das Cytochrom P450 metabolisiert. Es sind zwei Cytochrom P450 Enzyme involviert: CYP2D15, ein System mit niedriger Kapazität und hoher Affinität, und CYP3A12, ein System mit hoher Kapazität und niedriger Affinität. Erst nach Sättigung des CYP2D15 kommt es zur Einbindung des CYP3A12 in den Metabolismus (Dosierungen oberhalb von 16 mg/kg). Wird Maropitant oral verabreicht, zeigt es bei Dosierungen zwischen 20 - 50 mg/kg ein lineares, bei Dosierungen zwischen 2 - 16 mg/kg jedoch ein nicht-lineares pharmakokinetisches Verhalten.
 
Es wurden 21 Metaboliten identifiziert, der pharmakologisch aktive Hauptmetabolit ist CJ-18,518 und entsteht durch Hydroxylation. Bei Hunden ist die Plasmakonzentration des Hauptmetaboliten nach einer oralen Gabe von 5 mg/kg etwa doppelt so hoch, wie die der Ausgangssubstanz. Bei Dosierungen über 20 mg/kg sind die Maximalplasmakonzentration und die AUC 6-mal grösser als die der Ausgangssubstanz (EMEA 2006f).
 

Exkretion

Maropitant wird hauptsächlich mit dem Kot ausgeschieden. Die renale Ausscheidung von Maropitant und seines Hauptmetaboliten beträgt weniger als 1% der verabreichten Dosis (EMEA 2006f).
 

Bioverfügbarkeit

Hund

Maropitant unterliegt einem starken First-pass-Effekt, die Bioverfügbarkeit beträgt 24% nach oraler Gabe von 2 mg/kg, bzw. 37% nach oraler Gabe von 8 mg/kg. Nach subkutaner Administration von 1 mg/kg liegt die Bioverfügbarkeit bei 91% (Benchaoui 2007a; EMEA 2006f).
 

Katze

Nach oraler Applikation von 1 mg/kg beträgt die Bioverfügbarkeit 40 - 50%, nach subkutaner Applikation von 1 mg/kg liegt sie bei 117% (Hickman 2008a).
 

Kaninchen

Nach subkutaner Verabreichung von 1 mg/kg beträgt die Bioverfügbarkeit 58,9 ± 13,3% (Ozawa 2019a).
 

Pferd

Nach einmaliger intragastraler Verabreichung von 2 mg/kg beträgt die Bioverfügbarkeit 13,31 ± 5,3% (Berryhill 2019a).
 

Wirkstoffspiegel

Maximale Plasmakonzentration, Cmax

Hund

Nach oraler Gabe von 2 bzw. 8 mg/kg betragen die maximalen Plasmakonzentrationen 81 ng/ml bzw. 776 ng/ml und werden 1 - 2 Stunden nach Applikation erreicht.
 
Nach subkutaner Applikation von 1 mg/kg beträgt die maximale Plasmakonzentration 92 ng/ml und wird ebenfalls nach 1 - 2 Stunden erreicht (Benchaoui 2007a; EMEA 2006f).
 
In einer weiteren pharmakokinetischen Studie erreichten die Plasmakonzentrationen nach der oralen Gabe von 2 bzw. 8 mg/kg Maximalwerte von 96,4 ng/ml bzw. 420 ng/ml. Diese wurden nach 1,94 h erreicht. Wurde der Wirkstoff in o.g. Dosierungen während 14 Tagen appliziert, so betrugen die maximalen Plasmakonzentrationen 195 ng/ml, bzw. 1160 ng/ml und wurden in 1,18 h, bzw. 2,94 h erreicht (Lesman 2013a).
 
Nach oraler Gabe von 2 mg/kg/Tag über 5 Tage beträgt die Akkumulation 151%, bei 8 mg/kg/Tag über 2 Tage liegt die Akkumulation bei 218% (Benchaoui 2007a; EMEA 2006f).
 

Katze

Nach oraler Applikation von 1 mg/kg liegt die maximale Plasmakonzentration bei 156 ng/ml und wird nach 2 - 3 Stunden erreicht (Hickman 2008a).
 

Kaninchen

Nach subkutaner Applikation von 1 mg/kg beträgt die maximale Plasmakonzentration 14,4 ± 10,9 ng/ml (Ozawa 2019a).
 

Pferd

Nach intragastraler Verabreichung von 2 mg/kg werden maximale Plasmakonzentrationen von 79,6 ± 42,7 ng/ml erreicht (Berryhill 2019a). Nach oraler Gabe von 4 mg/kg während 5 Tagen beträgt die maximale Plasmakonzentration 375,5 ± 200 ng/ml (Berryhill 2020a).
 

MRT

Pferd:nach intragastral 2 mg/kg: 11,6 ± 0,7 h (Berryhill 2019a)
nach i.v. 1 mg/kg: 11,5 ± 2,0 h (Berryhill 2019a)
nach p.o. 4 mg/kg während 5 d: 12,1 ± 2,3 h (Berryhill 2020a)
 

Verteilungsvolumen

Kaninchen:nach i.v. 1 mg/kg: 3,5 ± 1,3 l/kg (Ozawa 2019a)
  
Pferd:nach i.v. 1 mg/kg: 6,54 ± 1,84 l/kg (Berryhill 2019a)
 

AUC

Hund:nach p.o. 2 mg/kg: 913 ng●h/ml
nach p.o. 8 mg/kg: 4590 ng●h/ml
nach p.o. 2 mg/kg während 14 d: 2'250 ng●h/ml
nach p.o. 8 mg/kg während 14 d: 22'100 ng●h/ml (Lesman 2013a)
  
Kaninchen:nach s.c. 1 mg/kg: 208,5 ± 52,9 ng●h/ml
nach i.v. 1 mg/kg: 348,9 ± 66,7 ng●h/ml (Ozawa 2019a)
  
Pferd:nach intragastral 2 mg/kg: 482 ± 245 h●ng/ml (Berryhill 2019a)
nach i.v. 1 mg/kg: 1'750 ± 290 h●ng/ml (Berryhill 2019a)
nach p.o. 4 mg/kg während 5 d: 1'997 ± 1'146 h●ng/ml (Berryhill 2020a)
 

Eliminationshalbwertszeit

Katze:nach i.v. 1 mg/kg: 16,5 h
nach s.c. 1 mg/kg: 17,1 h
nach p.o. 1 mg/kg: 13,1 h (Hickman 2008a)
  
Hund:nach p.o. 2 mg/kg während 14 d: 9,22 h
nach p.o. 8 mg/kg während 14 d: 21,7 h (Lesman 2013a)
  
Kaninchen:nach s.c. 1 mg/kg: 13,1 ± 2,4 h
nach i.v. 1 mg/kg: 10,4 ± 1,6 h (Ozawa 2019a)
 

Clearance

Katze: nach i.v. 1 mg/kg: 4,6 ml/min/kg (Hickman 2008a)
  
Kaninchen:nach i.v. 1 mg/kg: 2'960 ± 571 ml/h/kg (Ozawa 2019a)
  
Pferd:nach i.v. 1 mg/kg: 560 ± 90 ml/h/kg (Berryhill 2019a)
 

Plasmaproteinbindung

Hund:über 99% (Benchaoui 2007a; EMEA 2006f)
© {{ new Date().getFullYear() }} - Institut für Veterinärpharmakologie und ‑toxikologie

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