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Lokale Nebenwirkungen

Eine Rocuroniuminjektion kann schmerzhaft sein, deshalb sollte der Wirkstoff nur bei tiefer Anästhesie verabreicht werden (Borgeat 1997a).
 

Systemische Nebenwirkungen

Kardiovaskuläres System

Ähnlich wie Vecuronium besitzt Rocuronium nur geringe kardiovaskuläre Wirkungen (Cason 1990a; Hudson 1998a; Burgis 2002a). Bei Hunden wurde jedoch 1 Minute nach der i.v. Verabreichung von 0,6 mg/kg Rocuronium ein signifikanter Anstieg der Herzfrequenz beobachtet (Auer 2006b). Bei Ratten bewirkt Rocuronium einen positiven inotropen Effekt (Melnikov 1999a).
 
Bei Katzen wurde bei einer Dosis von 0,25 und 0,6 mg/kg kein signifikanter Effekt auf die Herzfrequenz beobachtet (Muir 1989e). Andere Studien mit Katzen zeigten, dass, aufgrund der direkten Wirkung von Rocuronium auf die glatte Gefässmuskulatur, ein leichter, klinisch aber nicht signifikanter Abfall des mittleren arteriellen Blutdrucks auftritt (Marshall 1994a).
 

Vegetatives Nervensystem

Verglichen mit Vecuronium besitzt Rocuronium eine geringe vagolytische Wirkung (Hall 2001m). Eine Ganglienblockade wurde bei Katzen nur nach einer mehrfachen therapeutischen Dosierung beobachtet (Muir 1989d).
 

Histaminfreisetzung und allergische Reaktionen

Rocuronium bewirkt im Gegensatz zu Tubocurarin keine Histaminfreisetzung (Hudson 1998a; Burgis 2002a) in therapeutischen Dosierungen (Erhardt 2004l).
 
Beim Menschen können nach der Verabreichung von Rocuronium vereinzelt Hautrötungen und Juckreiz auftreten (Burgis 2002a).
 

Respirationstrakt

Eine i.v. Verabreichung von 0,1 mg/kg Rocuronium bewirkt beim Hund eine minimale Beeinträchtigung der Atmungsparameter (Auer 2007a).
© {{ new Date().getFullYear() }} - Institut für Veterinärpharmakologie und ‑toxikologie

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