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Eigenschaften

Imidacloprid ist ein topisch zu applizierendes Ektoparasitikum aus der Gruppe der Nitromethylene. Es wirkt als Kontaktgift sehr gut gegen Insekten, insbesondere gegen Flöhe.
 
Imidacloprid ist ein schnell wirkendes Insektizid. Innerhalb von 12 - 24 Stunden nach der Behandlung sind die adulten Flöhe zu fast 100% abgetötet.Die Residualwirkung hält mindestens 4 - 5 Wochen an (Arther 1997a; Jacobs 1997b; Gortel 1997a). Am 28. Tag nach der Behandlung beträgt bei Katzen die Wirksamkeit innerhalb von 12 Stunden nach einer Flohinfestation 90,2%, innerhalb von 24 Stunden ca. 98% (Dryden 2011a).
Bei in-vitro-Untersuchungen waren sowohl adulte, als auch larvale Flohstadien innerhalb von 20 min nach Erstkontakt abgetötet (Mehlhorn 1999a).
 
Waschen des behandelten Tieres mit Shampoo, Baden oder Regen haben keinen negativen Effekt auf die Wirkung von Imidacloprid (Cunningham 1998a).
 
Es wurde jedoch auch beobachtet, dass der "antifeeding effect" von Imidacloprid in der ersten Stunde nach einer Flohinfestation nicht ausgeprägt ist. Das bedeutet, dass Imidacloprid Flohbisse innerhalb der ersten Stunde nach Infestation nicht zuverlässig verhindert bzw. die Flöhe vor ihrem Tod noch zum Biss kommen (Franc 1998b).
 

Wirkmechanismus

Nach spot-on Applikation verteilt sich das Imidacloprid in der Lipidschicht der Haut- und Haaroberfläche. Der Floh oder die Flohlarve nehmen den Wirkstoff beim externen Kontakt mit Haaren oder der Haut eines behandelten Tieres über dünne intersegmentale Membranen auf (Mehlhorn 1999a).
Die Wirkung von Imidacloprid beruht auf einer Blockierung der postsynaptischen nikotinartigen Acetylcholin-Rezeptoren (Nicotinyl-Rezeptoren) im Nervensystem der Insekten (Mehlhorn 1999a; Narahashi 1996a; Buckingham 1997a; Gortel 1997a; Anonymous 1998a). Dadurch wird die Acetylcholin-vermittelte Reizleitung der Nerven unterbrochen (Narahashi 1996a). Es kommt initial zu motorischer Inkoordination und schliesslich zum generalisierten Tremor, Schädigung der Nerven, Ganglien und Muskeln und schliesslich zum Tod der Insekten (Bianciardi 1997a; Anonymous 1998a; Mehlhorn 1999a).
Die Affinität zu nikotinartigen Rezeptoren der Insekten ist dabei wesentlich höher als jene zu Säugerrezeptoren (Yamamoto 1995a).
 
Imidacloprid besitzt neben der adultiziden Wirkung auch einen larviziden Effekt. Vom behandelten Tier abfallende Hautschuppen und anderes Zellmaterial können die Larvenentwicklung um bis zu 99% unterdrücken. Somit ist bei der Verwendung von Imidacloprid zur Flohbekämpfung eine Umgebungsbehandlung nicht zwingend nötig (Gortel 1997a; Mehlhorn 1999a; Anonymus 1998b).
© {{ new Date().getFullYear() }} - Institut für Veterinärpharmakologie und ‑toxikologie

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