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Anwendungssicherheit
Milbemycinoxim verfügt beim adulten Hund über eine höhere Sicherheitsbreite als Ivermectin und kann auch bei Ivermectin-empfindlichen Rassen in therapeutischer Dosierung angewandt werden. Jüngere Tiere sind jedoch empfindlicher (Miller WH Jr 1993a).
Studien mit Milbemycinoxim weisen darauf hin, dass die therapeutische Breite bei Hunden mit MDR1-Mutation kleiner ist als bei anderen Rassen. Bei diesen Hunden sollte die empfohlene Dosierung von 0,5 mg/kg Körpergewicht strikt eingehalten werden (Demuth 1997a).
Milbemycin besitzt den gleichen toxischen Mechanismus wie Ivermectin und verursacht vergleichbare, dosisabhängige Intoxikationserscheinungen. Es verfügt jedoch über eine wesentlich höhere Sicherheitsbreite und kann auch bei Ivermectinempfindlichen Hunderassen angewendet werden. Siehe auch Toxizität Ivermectin.
Nach einer oralen Gabe von Milbemycinoxim in einer Dosierung von 5 - 10 mg/kg (10 - 20-fache der therapeutischen Dosis) kommt es bei empfindlichen Hunden (Intoxikationserscheinungen nach 120 µg/kg Ivermectin) zu Depression, Ataxie, Mydriasis und Hypersalivation. Eine vollständige Erholung erfolgt innerhalb von 2 Tagen (Tranquilli 1991a; Charach 1995a).
Chronische Toxizität
Hunde tolerieren 2,5 mg/kg/Tag an 3 aufeinanderfolgenden Tagen einmal monatlich über 10 Monate verabreicht, ohne Nebenwirkungen (Reinemeyer 2001a)
Reproduktion
Zuchttiere
Monatliche Gaben von 1,5 mg/kg (dreifache therapeutische Dosis) in einem Zeitraum von 2 Monate vor dem Decken bis 1 Woche vor dem Werfen an Hündinnen hatten keine negativen Auswirkungen auf Muttertier und Nachkommen.
Monatliche Gaben von 1,5 mg/kg in einem Zeitraum von 2 Monate vor dem Decken an Rüden hatten ebenfalls keine negativen Effekte (Reinemeyer 2001a).