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Systemische Nebenwirkungen

Gastrointestinaltrakt

Es können Erbrechen oder Anorexie auftreten (Plumb 1999a). Die orale Anwendung von Ciprofloxacin bei Pferden führt zu schweren gastrointestinalen Nebenwirkungen. Die intravenöse Applikation an Pferde führt zu transientrn, milder bis schwerer Dirarrhoe und Appetitverlust (Yamarik 2010a).
 

Superinfektion

Durch eine Resistenz gegenüber toxinbildenden Bakterien wie Clostridium difficile kann es zu einer Superinfektion in Form einer pseudomembranösen Kolitits kommen (McEvoy 1992a).
 

Leber

Chinolone hemmen in der Leber den Metabolismus von Theophyllin, Coffein und Warfarin und erhöhen dadurch deren Wirkstoffspiegel. Die Leberenzyme (ALT, AST, alkalische Phophatase oder γ-GT) können erhöht sein (Smith 1987b; McEvoy 1992a).
 

Bewegungsapparat

Bei Hunden und Katzen unter 12 Monaten kann es zu Knorpelschäden kommen (Kroker 1999b).
 
Bei Kälbern, neugeborenen Schweinen oder Geflügel sind keine Arthropathien bekannt (Dowling 1995b).
 

ZNS-Symptome

Chinolone können die Blut-Hirnschranke gut durchdringen und im ZNS die Rezeptoren der γ-Aminobuttersäure (GABA) blockieren. Die Hemmung des inhibitorischen Neurotransmitters führt zu Benommenheit oder Krämpfen (Plumb 1999a; McEvoy 1992a; Smith 1987b).
 
Bei Pferden kann die intravenöse Applikation von Ciprofloxacin zu Agitation, Erregung und Muskelzittern gefolgt von Lethargie führen (Yamarik 2010a).
 

Kristallurie

Während der gesamten Behandlungsdauer sollte eine Dehydratation vermieden werden, da sie, verbunden mit einer hohen Wirkstoffdosis und alkalischem Urin, zu einer Kristallurie führen kann (Plumb 1999a; Krasula 1991a).
 

Blutparameter

In der Humanmedizin kam es in seltenen Fällen zu Eosinophilie, Leukopenie, Neutropenie oder Anämie (McEvoy 1992a).
 

Haut

Beim Menschen wurden nach Einnahme vereinzelt Juckreiz und Urticaria beobachtet (McEvoy 1992a).
© {{ new Date().getFullYear() }} - Institut für Veterinärpharmakologie und ‑toxikologie

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