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Eigenschaften

Miltefosin ist eine oral und topisch einsetzbare Substanz mit antineoplastischer und leishmanizider Wirkung. In der Humanmedizin wird Miltefosin zur Behandlung von Hautmetastasen beim Brustkrebs, des kutanem Lymphoms und der viszeralen Leishmaniose verwendet (Sindermann 2006a; Sundar 2006a; Manna 2008a; Manna 2008b; Kuhlencord 1992a; Soto 2004a; Jha 1999a).
 
Miltefosin ist das erste oral verabreichbare Medikament gegen die canine Leishmaniose, verursacht durch Leishmania infantum. Es kommt zu einer signifikanten Verbesserung der klinischen Symptome und einer Verminderung der Parasitenmenge in Lymphknoten und Blut, eine vollständige Erregerelimination erfolgt jedoch nicht (Mateo 2009a; Woerly 2009a; Manna 2008a; Manna 2008b).
 

Wirkmechanismus

Der genaue Wirkmechanismus ist noch nicht vollständig geklärt. Miltefosin ist ein Analog des Phosphatidylcholin (Lecithin), dem Hauptbestandteil von Zellmembranen. Die antineoplastischen Wirkung erfolgt primär über eine Beeinflussung der Zellmembran: Miltefosin verändert die Permeabilität und die Lipidzusammensetzung der Zellmembran, beeinflusst den Phospholipidmetabolismus und die mitogene Signaltransduktion, was zu einer Zelldifferenzierung und einer Hemmung des Zellwachstums führt. Des Weiteren inhibiert Miltefosin die Antiapoptotische-mitogen-aktivierte-Proteinkinase (MAPK) und verändert die Balance zwischen der MAPK und der Proapoptopischen-stress-aktivierten-Proteinkinase und induziert somit die Apoptose. Die Wirkung auf die Leishmanien besteht ebenfalls in einer Störung des Phospholipidmetabolismus, der Signalübertragungen und der Membranbiosynthese, was zu einem Apoptose-ähnlichen Zelltod führt (Woerly 2009a; Kuhlencord 1992a; Jha 1999a).
 
Miltefosin wirkt nicht nur direkt toxisch auf die Leishmanien, sondern stimuliert als Immunmodulator ausserdem die T-Zellen, die Makrophagen und die Expression von Interleukin-3, dem Granulozyten-Makrophagen koloniestimuliernden Faktor (GM-CSF) und dem Interferon Gamma (Klarhof 2005a; Manna 2009a; Manna 2008a; Escobar 2001a; Manna 2008b; Kuhlencord 1992a).
© {{ new Date().getFullYear() }} - Institut für Veterinärpharmakologie und ‑toxikologie

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