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ZNS

Desfluran erzeugt, ähnlich wie Isofluran bei einer equipotenten Dosis, eine dosisabhängige ZNS-Depression (Rampil 1988a; Rampil 1991b). Desfluran reduziert ähnlich wie Halothan und Isofluran dosisabhängig den Gefässwiderstand (Vasodilatation) und den ZNS-Metabolismus (Lutz 1990a).
 

Respirationstrakt

Desfluran wirkt irritierend auf die Schleimhaut der Atemwege, was die Einleitung der Anästhesie mit Desfluran verunmöglicht (Young 1998b).
 

Metabolismus

Maligne Hyperthermie

Desfluran kann bei prädisponierten Patienten eine maligne Hyperthermie auslösen (Wedel 1991a). Beim Schwein ist eine Form der verzögerten malignen Hyperthermie bekannt (Moon 1996b; Wedel 1993a).
 

Bildung von CO

Desfluran kann in Gegenwart eines trockenen CO2-Absorbers und bei hohen Temperaturen (45°C) bis zu 20'000 ppm CO bilden, was 15-mal mehr ist als bei Isofluran. Faktoren welche zu einer Zunahme von CO führen, sind der Typ und die Trockenheit des CO2-Absorbers, die Temperatur des Absorbens und der Typ und die Konzentration des Gases. Geringe CO-Konzentrationen können toxisch sein.
 
Aus diesem Grund sollte nach FDA-Empfehlungen zur Prävention von CO-Vergiftungen der gesamte Atemkalk, der mehr als 24 Stunden ungenutzt im Narkosegerät verweilte, gewechselt und datiert werden. Zudem sollte das Narkosegerät vor dem ersten Gebrauch 1 Minute mit 100% Sauerstoff kontinuierlich durchflutet werden (Young 1998b).
© {{ new Date().getFullYear() }} - Institut für Veterinärpharmakologie und ‑toxikologie

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