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Akute Toxizität

Praziquantel verfügt über eine sehr hohe Sicherheitsbreite (40) und sehr gute Verträglichkeit (Andrews 1983a; Roberson 1995a; Muermann 1976a; Frohberg 1981a; Shmidl 1981a).
Die akute Toxizität in Ratten, Mäusen, Kaninchen und Hunden ist sehr gering (Frohberg 1984a; Frohberg 1981a).
 

LD50

Mausoral: 2000 - 3000 mg/kg
s.c.: 7000 mg/kg
i.p.: über 2000 mg/kg
i.m.: über 2000 mg/kg (Muermann 1976a)
  
Ratteoral: 2000 - 3000 mg/kg
s.c.: 16000 mg/kg
i.p.: 600 - 800 mg/kg
i.m.: über 1000 mg/kg (Muermann 1976a)
  
Hundoral: über 200 mg/kg (Muermann 1976a)
s.c.: über 3000 mg/kg (Muermann 1976a)
 
Bei Hunden und Katzen kann es bei oraler Gabe höherer Dosen (über 50 - 200 mg/kg) gelegentlich zum Erbrechen kommen, nach Applikation grösserer Injektionsvolumina sind lokale Reizerscheinungen möglich (Andrews 1983a; Muermann 1976a; Shmidl 1981a).
 
Die Haut- und Schleimhautverträglichkeit von Praziquantel ist sehr gut (Muermann 1976a).
 

Katze

Nach parenteraler Gabe von 50 - 100 mg/kg wurden bei der Katze vorübergehende Ataxie und Depression beobachtet. 200 mg/kg parenteral verabreicht waren bei der Katze tödlich (Roberson 1995a).
 

Hund

Eine orale, letale Dosis ist beim Hund aufgrund der emetischen Wirkung ab 200 mg/kg nicht zu ermitteln (Muermann 1976a; Roberson 1995a).
Nach parenteraler Gabe von 200 mg/kg können bei Hunden kurzzeitig Vomitus, verstärkte Salivation und/oder Depressionen beobachtet werden (Shmidl 1981a).
Bei einem Zwergpudel wurde kurz nach Praziquantelverabreichung ein reversibler Kreislaufkollaps beobachtet (Potter 1986a).
 

Vögel

Die Injektionslösung ist tödlich für Finken (Clubb 1986a; Tully 1997a). Bei Überdosierung ist Praziquantel für Vögel hepatotoxisch (Kaleta 1999a).
 

Chronische Toxizität

Ratten tolerieren wiederholte Dosen von bis zu 1000 mg/kg/Tag über 4 Wochen ohne organische Schäden (Frohberg 1981a; Frohberg 1989a; Frohberg 1984a)
 
Hunde tolerieren wiederholte Gaben von 180 mg/kg über 13 Wochen ohne Organschädigungen (Frohberg 1989a; Frohberg 1984a; Frohberg 1981a). Auch eine tägliche orale Gabe von 60 - 180 mg/kg über 4 Wochen blieb ohne substanzbedingte Schädigung (Muermann 1976a).
 
Praziquantel besitzt keine mutagen oder karzinogen Eigenschaften (Obermeyer 1977a; Frohberg 1989a; Frohberg 1984a; Frohberg 1981a).
 

Reproduktion

Praziquantel ist weder embryotoxisch, fetotoxisch, noch teratogen (Muermann 1976a; Frohberg 1984a; Frohberg 1981a). Es kann auch an tragende Tiere in jedem Stadium der Trächtigkeit verabreicht werden (Manger 1991a; Shmidl 1981a).
 
4 - 5 Wochen alte Hundewelpen vertragen orale oder parenterale Gaben von Praziquantel in einer Dosierung bis zu 55 mg/kg KGW ohne Nebenwirkungen (Shmidl 1981a).
 
Die orale Verabreichung von Praziquantel in dreifacher therapeutischer Dosis (4,5 mg/kg) in Kombination mit Ivermectin (0,6 mg/kg) alle 2 Wochen während der gesamten Trächtigkeit hat keine negativen Auswirkungen auf Stute und Fohlen (Mercier 2003b)
© {{ new Date().getFullYear() }} - Institut für Veterinärpharmakologie und ‑toxikologie

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