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Akute Toxizität

Carprofen hat bei einmaliger Applikation ein sehr geringes toxisches Potential (EMEA 1999g)
 

Hunde

Bei Hunden kam es nach wiederholter Verabreichung der 10-fachen therapeutischen Dosis nur zur geringen Symptomen. Es wurden Hypoalbuminämie, Meläna und ein leichter ALT-Anstieg beobachtet (Plumb 1999a).
Die orale Gabe von Carprofen in steigender Dosierung (5, 10, 20, 40, 80 und 160 mg/kg) an aufeinanderfolgenden Tagen hatte nur geringgradige Veränderungen klinischer, hämatologischer, makroskopisch-pathologischer und histologischer Parameter zur Folge (Pfizer 2002a).
 

LD50

Maus oral:282 mg/kg
Ratte oral:149 mg/kg (EMEA 1999g)
 

Behandlung einer akuten Überdosierung

-innerhalb der ersten 4 Stunden kann Erbrechen induziert werden
-Magenspülung
-Aktivkohle
-Magenschleimhautschutz (Misoprostol, H2-Blocker)
-supportive Therapie, wie z.B. intravenöse Flüssigkeitszufuhr
-Blutwerte überwachen (Hodge 2000a)
 

Subakute und chronische Toxizität

Nach 13- bzw. 52-wöchiger täglichen Gabe von 2, 7, bzw. 20 mg/kg an 72 Hunde konnten keine negativen Auswirkungen auf das Körpergewicht, die Futteraufnahme und klinische, hämatologische, neurologische bzw. ophthalmologische Parameter festgestellt werden. Bei einem Hund aus der 20 mg/kg - Gruppe wurde ein leichter Anstieg der L-Aminotransferase (ALT) gemessen. Vereinzelt kam es zu Erbrechen und Durchfall.
 
In der 52-wöchigen Studie wurden vereinzelt unspezifische Dermatitiden beobachtet (Pfizer 2002a).
 
Carprofen ist nicht karzinogen (EMEA 1999g).
 

Ulzerogenes Potential

Carprofen besitzt, hinsichtlich seines ulzerogenen Potentials, einen gegenüber Indometacin und Phenylbutazon 16-fach, gegenüber Acetylsalicylsäure 35-fach höheren Sicherheitsindex (Randall 1976a)
 
Nach experimentellen Studien an Labor-Nagetieren wurde der therapeutische Index als 3 - 15-fach jenem von Indometacin überlegen beschrieben. Bei der Applikation von Carprofen an Ratten kam es in einer Studie nach sehr hohen Dosierungen zu intestinalen Ulzera (Strub 1982a)
 

Reproduktion

Obwohl in Untersuchungen an Kaninchen kein teratogener Effekt gezeigt werden konnte, wurde eine embryotoxische Wirkung beobachtet, welche zu einer erhöhten Embryo- und Muttersterblichkeit führte (Jeunet 1982a).
 
Carprofen ist nicht mutagen (EMEA 1999g).
© {{ new Date().getFullYear() }} - Institut für Veterinärpharmakologie und ‑toxikologie

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