Wirkungsort und -mechanismus
Butorphanol bindet an κ-Rezeptoren im peripheren und zentralen Nervensystem und imitiert die Wirkung von endogenen Opioiden (
Guzman 2011a). Es wirkt ähnlich wie Pentazocin im ZNS als partieller Agonist an den κ-Rezeptoren analgetisch. Als Antagonist oder schwach partieller Agonist mit hoher Affinität an μ-Rezeptoren weist er eine geringere Suchtpotenz im Vergleich zu klassischen μ-Rezeptoragonisten wie Morphin, Heroin oder Levomethadon auf (
Löscher 2010a;
Branson 1995b;
Plumb 2011a;
Kerr 2007b). Die antagonistische, bzw. schwach partielle agonistische Wirkung auf μ-Rezeporen ist bei Tieren derjenigen von Nalorphin gleichzusetzen, sie ist jedoch 5 bis 50-mal schwächer als diejenige von Naloxon (
Heel 1978b). Das Verhältnis von Agonisten- zu Antagonisten-Aktivität beträgt 10 : 1 (
Pircio 1976a).