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Anwendungssicherheit

Intoxikationen im Verlauf von Flunixin-Therapien, werden in der Literatur selten beschrieben. In experimentellen Studien an Affen, Hunden und Ratten konnten auch mit Flunixin-Dosierungen oberhalb der empfohlenen Mengen, keine toxischen Reaktionen provoziert werden (Houdeshell 1977a)
 
Pferd:Die therapeutische Breite beträgt beim Pferd mehr als 5 (Ungemach 1999f).
  
In einer Studie an Pferden, denen die dreifache Menge der empfohlenen Dosis über 10 Tage verabreicht wurde, konnten ausser einer Hypoproteinämie bei einem Shetland-Pony, keine Intoxikationserscheinungen festgestellt werden (Lees 1985a).
  
In einer neueren Studie wurden nach einer 12-tägigen, intravenösen Applikation von 1,1 mg/kg, dreimal täglich, bei 80% der Tiere gastrointestinale Ulcera und Erosionen diagnostiziert. Durch Proteinverluste über die geschädigten Schleimhäute des Digestionstraktes kann es zu geringgradigen Hypoproteinämien kommen (MacAllister 1993a).
  
In einer weiteren Studie wurden bei Pferden, nach der täglichen Gabe von 1,1 mg/kg über 15 Tage, 3,3 mg/kg über 10 Tage und 5,5 mg/kg über 5 Tage, keine signifikante Veränderung des Gesundheitszustandes festgestellt. So wurde weder okkultes Blut gefunden, noch gab es eine Veränderung hämatologischer Parameter oder des klinischen Bildes der Tiere (Houdeshell 1977a).
  
Hund:Bei Hunden werden toxische Reaktionen, in Form gastrointestinaler Irritationen und nephrotoxischer Einwirkungen, nach täglicher Verabreichung des drei- bis fünffachen der empfohlenen Dosis über einen Zeitraum von mehr als 3 Tagen, erwartet (Branson 1995a; Reid 1991b). Bei kombinierter Anwendung verschiedener nichtsteroidaler Antiphlogistika ist zu beachten, dass aufgrund des gleichen Wirkmechanismus eine erhöhte Gefahr von toxischen Reaktionen besteht (Bertone 1990b).
  
Schwein:Sauen tolerieren das Dreifache der therapeutischen Dosis ohne klinische Symptome, es kann jedoch eine leichte Erhöhung der weissen Blutzellen beobachtet werden (EMEA 2000m).
  
Vögel:Hohe Dosen über längere Zeit können gastrointestinale Läsionen und Nierenschäden hervorrufen (Heard 1997a).
 

Akute Toxizität

LD50

Maus:oral: 170 mg/kg
i.m.: 306 mg/kg
i.v.: 111 mg/kg
  
Ratte:oral: 113 mg/kg
i.m.: 180 mg/kg
i.v.: 90 mg/kg
Inhalation: bei einer Konzentration von 0,52 mg/l über 4 Stunden starben alle Tiere (EMEA 2000m)
 

Symptome der Intoxikation

Allgemein:Vomitus, Sialose, Krämpfe, Kolik (Allen 1993a; MacAllister 1993a).
Gastrointestinal-Trakt:gastrointestinale Irritationen, Erosionen und Ulcera, hämorrhagische Gastroenteritis, Diarrhoe (Nap 1993b; Reid 1991b; McAnulty 1983a; Branson 1995a; MacAllister 1993a; Traub-Dargatz 1988a; Carrick 1989a; Bednarski 1989a).
Blut:Hypoproteinämie bei einem Shetland-Pony (Lees 1985a)
Nieren:Nierennekrosen(Reid 1991b; MacAllister 1993a; Allen 1993a)
 

Subchronische Toxizität

Die tägliche orale Gabe von 1,1 mg/kg, 3,3 mg/kg bzw. 5,5 mg/kg über 9 Tage an Hunde führte bei der mittleren und der höchsten Dosierung zu einer leichten Abnahme der Futteraufnahme (bei 3,3 und 5,5 mg/kg) und bei allen Dosierungen zu einem positiven Test auf okkultes Blut im Kot (EMEA 2000m).
 
Die tägliche intramuskuläre Applikation von 5, 10 bzw. 20 mg/kg an Hunde über 4 Wochen führte bei allen Tieren zu markanten Veränderungen der Futteraufnahme, des Körpergewichtes und der haematologischen Parameter. Blutiges Erbrechen und/oder Durchfall und gastrointestinale Ulzerationen wurden ebenfalls bei allen Dosierungen beobachtet (EMEA 2000m).
 

Chronische Toxizität

Flunixin ist nicht kanzerogen (Samaille 1991a; EMEA 2000m).
 
Bei Hunden führte die tägliche orale Gabe von 0,01 bis 0,6 mg/kg über 3 Monate bei keinem Tier zu Nebenwirkungen. Somit kann der NOEL auf 0,6 mg freies Flunixin/kg pro Tag festgelegt werden (EMEA 2000m).
 

Reproduktion

In experimentellen Studien konnten weder mutagene noch teratogene Wirkungen von Flunixin beobachtet werden (Samaille 1991a; EMEA 2000m).
 
Pferd:Bei Fohlen wurden nach der Gabe von Flunixin meglumin gastrointestinale Ulcera und Diarrhoen beobachtet (Traub-Dargatz 1988a; Carrick 1989a).
© {{ new Date().getFullYear() }} - Institut für Veterinärpharmakologie und ‑toxikologie

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