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Eigenschaften

Dobutamin steht für den klinischen Gebrauch als Racematmischung zur Verfügung, die sowohl Beta1- und Beta2-Rezeptoren stimuliert (Kelly 1996a; Maccarrone 1984a; Plumb 1999a). Das (+)Enantiomer von Dobutamin bindet ohne Stimulierung an beta-adrenerge Rezeptoren, das (-)Enantiomer mit Stimulierung (Kelly 1996a). Im Gegensatz zu Dopamin stimuliert Dobutamin die Dopaminrezeptoren nicht (Kelly 1996a) und führt nicht zu einer Ausschüttung von Adrenalin (Plumb 1999a).
 

Wirkungsmechanismus

Die positiv inotrope Wirkung von Dopamin beruht auf einer Erhöhung der intrazellulären Ca2+-Konzentration (Sponer 1996a). Durch eine rezeptorvermittelte Aktivierung der Adenylatzyklase wird die Bildung von cAMP gesteigert. Die erhöhte cAMP-Konzentration führt über eine Proteinkinase A zu einer Phosphorylierung spannungsabhängiger Ca2+-Kanälen, die für eine Zunahme des langsamen Ca2+-Einwärtsstroms während der Depolarisationsphase des Aktionspotentials verantwortlich sind. Die erhöhte Ca2+-Konzentration ist Ursache der positiv inotropen Wirkung der beta-adrenergen Agonisten (Schütz 1998a).
 

Herz

Dobutamin besitzt positiv inotrope (Kelly 1996a; Plumb 1999a; Cook 1982a; Vatner 1974a) und positiv chronotrope (Plumb 1999a; Itoh 1995a) Wirkungen.
 
Dobutamin führt zu einer dosisbezogenen Zunahme der Kontraktilität, des Herzminutenvolumens, des Auswurfvolumens und des koronaren Blutflusses. Da gleichzeitig der periphere Widerstand sinkt, bleibt der mittlere arterielle Blutdruck unverändert (Kittleson 1980a; Vatner 1974a) oder wird nach anderen Autoren erhöht (Tighe 1995a).
 
Die erhöhte myokardiale Kontraktilität geht mit einem erhöhten Sauerstoffverbrauch einher (Plumb 1999a; Tighe 1995a). Zusätzlich ist das Herzminutenvolumen erhöht (Plumb 1999a; Cook 1982a; Tighe 1995a; Vatner 1974a). Die Erhöhungen des Herzminutenvolumens, des Schlagvolumens und der Herzfrequenz und die Abnahme des systemischen vaskulären Widerstands sind vermutlich dosisabhängig (Sabbah 1993a). Der Druck im linken Ventrikel und der totale periphere Widerstand scheinen bei Patienten mit Herzversagen reduziert zu werden (Plumb 1999a). Dobutamin verringert den bei eingeschränkter Herzfunktion sowieso schon reduzierten Anteil des linken Vorhofs an der Füllung des Ventrikels weiter (Kono 1994a).
 
Bei wachen Hunden kommt es erst bei Dosen über 0,03 mg/kg/min zu einer Erhöhung der Herzfrequenz, unter Anästhesie ist die Zunahme der Herzfrequenz proportional zur Dosis (Kittleson 1980a; Willerson 1976a).
 

Gefäßsystem

Die schwachen Wirkungen auf die Alpha1-Rezeptoren (Vasokonstriktion) und Beta2-Rezeptoren (Vasodilatation) scheinen sich die Waage zu halten. Dobutamin besitzt somit nur einen geringen Effekt auf die Gefäße (Plumb 2002a).
Die Angaben zur vasodilatatorischen Wirkung von Dobutamin reichen je nach Autor von deutlich (Kelly 1996a) über gering (Plumb 1999a) bis fehlend (Keene 1987a). Der Blutdruck wird höchsten geringgradig erhöht (Plumb 1999a).
 

Kaliumspiegel im Plasma

Eine Dobutamininfusion führt zu einem initialen geringen Anstieg der Kalium-Plasma-Konzentration, gefolgt von einem Abfall, der über die Dauer der Infusion anhält. Diese Wirkung bleibt von einer Blockade der Beta1- oder Beta2-Rezeptoren unbeeinflusst (Smith 1989b).
© {{ new Date().getFullYear() }} - Institut für Veterinärpharmakologie und ‑toxikologie

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