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Dosierung - allgemein

Applikationshinweise

Eine diabetische Katze, welche mit oralen Antidiabetika behandelt wird, sollte bei gutem Allgemeinbefinden sein, keine Ketonurie aufweisen und an keinen weiteren Erkrankungen leiden (Reusch 2005b). Weil eine anhaltende Hyperglykämie zu bleibenden Schäden der β-Zellen führen kann, ist es von Vorteil, Katzen inital mit Insulin zu therapieren, um eine rasche Reduktion der Hyperglykämie zu erzielen und dadurch die Sensitivität der β-Zellen und die Freisetzung von Insulin zu erhalten. Dadurch steigt die Erfolgsrate einer folgenden Glipizid-Therapie (Plumb 2011a).
Das Medikament sollte zusammen mit Futter verabreicht werden (Ramsey 2008c). Man startet mit der niedrigsten Dosierung und passt diese der Wirkung an (Ramsey 2008c). Die Katze sollte während der Therapie mit einer ballaststoffreichen Diät gefüttert werden (Papich 2007a).
 

Wirkungsverlust

Da die Störung der Inselzellfunktion unter einer Behandlung fortschreitet, ist die Wirkung der Therapie mit Sulfonylharnstoffen in der Regel zeitlich begrenzt (Reusch 2005b; Martin 2000b). Sulfonylharnstoffe dürfen nur solange eingesetzt werden, wie sie eine gute Einstellung gewährleisten (Plumb 2011a).
 

Monitoring

Während des ersten Therapie-Monats sollten das Körpergewicht, die Glucose und die Ketonkörper im Urin überwacht, sowie wiederholt der Blutzuckerspiegel gemessen werden. Ausserdem sollte man auf mögliche Nebenwirkungen (Anorexie, Erbrechen, Ikterus) achten und sporadisch die Leberenzyme (Martin 2000b) und das komplette Blutbild bestimmen. Wird bei einem Tier ein Ikterus festgestellt, treten Nebenwirkungen wie Lethargie, Anorexie und Erbrechen auf, oder überschreitet die ALT einen Wert von 500 UI/l, sollte die Dosis reduziert, oder der Wirkstoff abgesetzt werden (Plumb 2011a).
 
Dosierungsschema / Monitoring Katze: Beispiel 1
Leidet das Tier an einer nichtketotischen Hyperglykämie und ist bei gutem Allgemeinbefinden startet man unter Überwachung des Körpergewichts, des Blutzuckerspiegels, der Glucose und Ketonkörper im Urin mit 2,5 mg/Katze Glipizid p.o., 2 × täglich zusammen mit Futter. Während der ersten 12 - 18 h wird 3 - 4-stündlich die Blutglucose gemessen, um eine Hypoglykämie zu verhindern. Sollte der Blutzuckerspiegel nach zwei Therapie-Wochen noch zu hoch sein und wurden keine Nebenwirkungen (Erbrechen, Ikterus) festgestellt, wird die Dosis auf 5 mg/Katze p.o. 2 × täglich angehoben (Nelson 2000a). Wenn der Blutzuckerspiegel in der Norm ist oder wenn eine Hypoglykämie auftritt, wird die Dosis reduziert oder der Wirkstoff ganz abgesetzt. Eine Woche später kontrolliert man erneut den Blutglucosespiegel und entscheidet aufgrund dessen, ob eine weitere Therapie oder eine Dosisanpassung notwendig ist. Sollten sich nach ein bis zwei Monaten die klinischen Symptome verschlechtern, das Tier eine Ketoazidose oder periphere Neuropathien entwickeln, der Blutglucose-Spiegel über 15 mmol/l (270 mg/dl), bzw. 17 nmol/l liegen, muss Glipizid abgesetzt und auf eine Insulin-Therapie gewechselt werden (Plumb 2011a; Nelson 2000a).
 
Dosierungsschema / Monitoring Katze: Beispiel 2
Initial verabreicht man Glipizid in einer Dosierung von 2,5 - 5 mg/Katze p.o. 2 × täglich, zusammen mit einer ballaststoffreichen Diät. Über einen Zeitraum von 2 - 3 Monaten wird ein- bis zwei-wöchentlich der Nüchtern-Blutzucker bestimmt. Berägt er nach dieser Zeit > 200 mg/dl, wird der Wirkstoff abgesetzt und mit Insulin begonnen (Plumb 2011a).
 
Dosierungsschema / Monitoring Katze: Beispiel 3
Initial verabreicht man 2 × täglich 2,5 mg/Katze jeweils mit einer Mahlzeit. Falls der Nüchtern-Blutzucker deutlich über einem Wert von 200 mg/dl (11 mmol/l) bleibt und sich die klinischen Symptome nicht verbessern, wird die Dosis nach ca. zwei Wochen auf 2 × täglich 5 mg/Katze erhöht. In vielen Fällen verliert Glipizid nach einigen Wochen oder Monaten seine Wirkung und es muss eine Umstellung auf Insulin erfolgen (Reusch 2005b).

Dosierung - speziell

© {{ new Date().getFullYear() }} - Institut für Veterinärpharmakologie und ‑toxikologie

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