Wirkungsort / Wirkungsmechanismus
Siehe unter
Cephalosporine.
Wirkungsspektrum
Siehe auch
Wirkungsspektrum Cephalosporine der 1. Generation!
Im Vergleich zu den übrigen Cephalosporinen der ersten Generation ist die Aktivität von Cefazolin etwas besser gegenüber E. coli (
Weinstein 1980a;
Knothe 1974a;
Petersen 1995a) und anderen gramnegativen Bakterien (
Knothe 1974a) und etwas schlechter gegenüber Staphylococcus aureus (
Kaye 1979a;
Sabath 1989a). Wenn Cefazolin mit einem Betalaktamasehemmer (z.B.
Sulbactam oder
Clavulansäure) kombiniert wird, kann die Effizienz gegenüber Typ A-Betalaktamasen produzierender Staphylococcus aureus Stämme stark gesteigert werden (
Kernodle 1993a). Fields et al. konnten zudem zeigen, dass die Inaktivierung von Cefazolin durch Typ A-Betalaktamasen im Serum stärker ist, als in lokalen bakteriellen Infektionen, wie zum Beispiel in Abszessen (
Fields 1993a).
Von verschiedenen pathogenen Bakterien, isoliert aus Kälbern mit Durchfall, Pneumonien, Septikämie und plötzlichen Todesfällen, wurde die MIC
90 untersucht. Bei den Erregern handelte es sich unter anderem um E. coli, Salmonella spp., Pasteurella multocida, Pasteurella hämolytica und Klebsiella spp., wobei die MIC
90 dieser Erreger im Bereich von 1,56 - 6,25 μg/ml lag (
Soback 1987d).
In Spanien wurden 92 E. coli Isolate aus Lämmern und Zicklein mit Durchfall auf ihre Empfindlichkeit gegenüber Cefazolin untersucht. Die MIC
90 betrug 8 μg/ml und alle Isolate waren resistent.
Resistenzen
Siehe auch
Resistenzen bei Cephalosporinen!
Von 71 Actinobacillus pleuropneumoniae Stämmen, isoliert aus den Lungen erkrankter Schweine in Spanien, waren 9 Stämme resistent gegenüber Cefazolin, was einer Häufigkeit von ca. 13% entspricht. Die Resistenzen können allerdings regional stark schwanken (
Gutierrez 1995a).
Inoculum-Effekt
siehe
Inoculum-Effekt bei Cephalosporinen
Postantibiotischer Effekt (PAE)
siehe
PAE bei Cephalosporinen