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Eigenschaften

Seit seiner Synthese anfangs der 60-er Jahre war Etorphin das am häufigsten angewendete narkotische Analgetikum zur Wildtierimmobilisierung (Haigh 1980a). Bereits in geringsten Dosierungen löst es eine starke Katatonie aus (Ammer 2016a). Bezüglich Wirkung weist Etorphin grosse Unterschiede bei den verschiedenen Spezies auf (King 1965a). Bei Equiden, Ursiden, Cerviden und Boviden führt es zu einer raschen Immobilisierung, Sedation, Analgesie und Muskelrelaxation (Alford 1974a; Branson 2001b). Auch bei poikilothermen Tierarten wie z.B. dem Amerikanischen Alligator, der Rotwangenschmuckschildkröte sowie der Galapagos Riesenschildkröte wirkt Etorphin immobilisierend (Branson 2001b). Bei Nagern, Katzen, Hunden und Affen führt es zu einer Analgesie, Reflexblockade, Atemdepression, Hemmung der gastrointestinalen Motilität sowie zu einer Antidiurese (Blane 1967a). Etorphin besitzt eine mindestens 1'000-fach höhere Affinität zu μ-Rezeptoren als Morphin und ist bis zu 10'000-mal stärker analgetisch wirksam als dieses (Löscher 2010a; Branson 2001b). Bereits geringe Injektionsvolumina führen rasch zu einer Narkose (Alford 1974a; Wallach 1969a). Je nach Spezies ist es s.c. verabreicht 1'000 bis 80'000-mal stärker wirksam als Morphin. Bei Mäusen wirkt es i.v. appliziert ca. 150-mal und bei Ratten 2'000-mal potenter als dieses (Blane 1967a).
 

Wirkungsort und -mechanismus

Etorphin wirkt als potenter μ-Opioidrezeptor-Agonist (Bereiter 1996a) im ZNS (Jenkins 1972a; Branson 2001b). Die äusserst hohe Affinität an μ-Rezeptoren führt zu einer ausgeprägten Katatonie, die zur Wildtierimmobilisation genutzt wird (Ammer 2010a; Ebert 2002a).
© {{ new Date().getFullYear() }} - Institut für Veterinärpharmakologie und ‑toxikologie

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